Stuttgart - Von leeren Straßen nicht die Spur: Obwohl am Montag in Stuttgart der erste Feinstaubalarm Deutschlands ausgerufen wurde und Autofahrer auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollten, staute sich der Verkehr am Morgen. Auf Autobahnen und Bundesstraßen gab es Behinderungen auf mehreren Kilometern Länge.

Die Landeshauptstadt Baden-Württembergs kämpft seit Langem mit erhöhten Feinstaubwerten. Der zulässige EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wird regelmäßig überschritten. Vor allem die Lage in einem Talkessel sorgt dafür, dass bei einer bestimmten Wetterlage der Luftaustausch problematisch ist.

Umweltschützer sehen die jetzige Aktion kritisch. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe ist der Feinstaubalarm eine „Placebo-Maßnahme“. „Appelle bringen nichts“, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Stuttgart darf nicht das deutsche Peking werden“, mahnte auch Landeschef Andre Baumann vom Naturschutzbund (Nabu). In Peking hatte Smog den Menschen im Dezember über viele Tage zu schaffen gemacht.