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NWZonline.de Nachrichten Politik

Von Niedersachsen zu lernen, täte der ganzen SPD gut

16.09.2019
Frage: Herr Klingbeil, in Oldenburg haben sich am Sonntag die SPD-Kandidaten um den Bundesvorsitz präsentiert. Sie hätten auch dazugehören können. Bereuen Sie manchmal, Ihren Hut nicht in den Ring geworfen zu haben?
KLINGBEIL: Natürlich habe ich überlegt, ob ich auch kandidiere.
Frage: Warum haben Sie es nicht getan?
Klingbeil: Ich habe dann gemerkt, dass die Team-Konstellation, die ich mir gewünscht hätte, so nicht zustande gekommen ist. Ich wusste immer genau, mit wem ich antreten wollte. Und wenn das nicht funktioniert, dann war klar, dass ich es nicht mache.
Frage: Mit wem wären Sie denn gern angetreten?
Klingbeil: Über Gespräche, die ich vertraulich führe, plaudere ich in der Regel nicht – daran werde ich mich auch in diesem Fall halten.
Frage: Lässt sich diese SPD mit einem historischen Tief von zuletzt nur noch 7,7 Prozent in Sachsen überhaupt noch in die Erfolgsspur zurückführen?
KLINGBEIL: Na klar. Das Wahlergebnis in Sachsen war bitter, aber zeitgleich haben wir in Brandenburg einen enormen Schlussspurt hingelegt und sind stärkste Kraft geworden. Und ich muss auch nur nach Niedersachsen gucken, wo wir nach der Bundestagswahl die Landtagswahl mit Stephan Weil sehr deutlich gewonnen haben. Also: Es gibt durchaus Erfolge in der SPD, von denen wir natürlich mehr haben könnten. Wenn die SPD ein bisschen von Niedersachsen lernen würde, täte das der ganzen Partei gut.
Frage: Wir brauchen die SPD also noch nicht zu Grabe zu tragen?
Klingbeil: Mit Sicherheit nicht. Klarer Kurs, klare Linie, optimistische Haltung, über die Themen reden, die die Menschen interessieren, und dann wird es auch weiter nach oben gehen.
Frage: Wer wären denn aus Ihrer Sicht die besten SPD-Retter und warum?
KLINGBEIL: Nach einer ganzen Reihe von Regionalkonferenzen, die ich besucht habe, muss ich sagen, dass es keinen Favoriten gibt. Und das finde ich gut so. Wir erleben einen spannenden Wettbewerb, genau wie ich es mir gewünscht habe.
Frage: Sie als Niedersachse müssten doch eigentlich hinter Boris Pistorius stehen.
Klingbeil: Natürlich habe ich zu Boris Pistorius einen guten Draht, wir verstehen uns seit Jahren sehr gut. Aber als Generalsekretär bin ich neutral und es treten auch noch andere gute Kandidatinnen und Kandidaten an. Die SPD zeigt einfach, wie viele tolle Leute sie in den eigenen Reihen hat. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass es diesmal keine Empfehlung der Parteispitze geben wird. Wer das Rennen macht, liegt also ganz bei den Mitgliedern.

Das Interview als Video unter   www.nwzonline.de/videos 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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