Sannum - Gut Sannum sei ein Beispiel dafür, dass Inklusion nicht nur diskutiert, sondern im Alltag gelebt werde, betonte Sven Ambrosy, Vorsitzender des Bezirksverbandes Oldenburg als Träger der Behinderteneinrichtung.
Eine große Gästeschar war am Freitagnachmittag zum Sommerfest mit offizieller Einweihung der neu gestalteten Außenbereiche gekommen. Das Team von Gut Sannum unter Leitung von Hans-Werner Kuhlmann erntete viel Lob für die Umsetzung des Projekts.
Das Besondere an der Umgestaltung in Sannum: Bewohner und Mitarbeiter sowie Vertreter der Verwaltung haben mit den Architekten Sonja Hörster und Jascha Rohr (Büro IPG) in einem Workshop Ideen entwickelt, die in dem Projekt „Freiraum für alle“ dann auch umgesetzt wurden. Und auch bei den Umgestaltungsarbeiten haben viele behinderte Bewohner tatkräftig mit angepackt (NWZ berichtete mehrfach). „Das Ergebnis lässt sich sehen“, meinte Sven Ambrosy.
Dass der Umwandlungsprozess mit den Menschen, „die hier arbeiten und wohnen“, vollzogen werde, sei ein Stück gelebte Teilhabe, meinte stellvertretender Landrat Eduard Hüsers in seinem Grußwort. „Mögen viele Impulse von diesem Platz ausgehen“, wünschte sich Hüsers.
Der Versuch, „die vermuteten und vorhandenen Schätze zu heben“, sei mit diesem Projekt gelungen, erklärte Heimleiter Hans-Werner Kuhlmann. Es gebe noch viele weitere Ideen.
Es sei „ein gewaltiges Stück mehr Lebensqualität für die Bewohner“ geschaffen worden, stellte Claudia Schröder, Abteilungsleiterin im Sozialministerium, fest. Sie war in Vertretung der verhinderten Ministerin Aygül Özkan nach Sannum gekommen. „Das Projekt ist ganz wunderbar gelungen“, fand auch Schröder nur lobende Worte.
Insgesamt wurden in den ersten Bauabschnitt der Umgestaltung fast 400 000 Euro investiert. Die Finanzierung war nur möglich, weil ein großer Betrag aus EU-Fördermitteln bereitgestellt wurde.
