Berichterstattung zur Abwahl der stellvertretenden Bürgermeisterin Jutta Klaus

Bei vielen Menschen nimmt der Unmut über den politischen Stil und Umgang in und zwischen Parteien zu. Klar, eigene politische Entscheidungen durchsetzen kann meist nur, wer der Mehrheit angehört, und wer lange darauf gewartet hat, mag leicht vergessen, was zuvor in gemeinsamer Opposition auf den Weg gebracht wurde. Gleichwohl ist ein Vorgehen, wie wir es soeben im Rat der Stadt Cloppenburg durch die Presse mitverfolgen mussten, nur sehr schwer nachzuvollziehen.

Da wird eine erfahrene, äußerst engagierte Politikerin einfach mal soeben aus dem Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin gekickt. Endlich eine durch ihre Sachkompetenz und Einsatzbereitschaft bekannte Frau in der Spitzenriege, hatten sich Cloppenburger Wählerinnen und Wähler zu früh gefreut.

Die politische Arbeit von Jutta Klaus ist bekanntlich von ihren vielfältigen Erfahrungen als ehrenamtlich breit engagierte Frau, Vorsitzende ihrer Partei und Managerin einer großen Familie geprägt. Von all dem kann die praktische Politik ungemein profitieren. Überhaupt können ja weibliche Politiker bekanntlich auf einen Fundus zurückgreifen, der den meisten männlichen Kollegen nicht zur Verfügung steht und damit eine ganzheitliche Sicht des politischen Gemeinwesens in den Blick rücken, mit allen Erfahrungen des Organisierens, der Bildung, sozialen Integration, Finanzen.

Bleibt also zu wünschen, dass die richtige Entscheidung der UWG, diese zweifelhafte Bürgermeisterneuwahl nicht ungeprüft hinzunehmen, von den Gerichten betätigt wird.

Doris Ostendorf     Dr. Monika Weber 49 661 Cloppenburg