Ganderkesee/Schierbrok - Jetzt also doch. Nach vier vergeblichen Anläufen des Ratsherrn Otto Sackmann soll es nun weitergehen in Sachen „Untertunnelung der Bahn in Schierbrok“. Aufgrund eines fünften Antrages, diesmal von der Fraktion UWG/Marbach, plädierte der Ausschuss für Straßen und Verkehr am Dienstag dafür, im Zuge der Haushaltsberatungen 2016 über die Machbarkeitsstudie für das Projekt zu befinden. Allerdings: Zweifel seien angebracht, „ob wir den Tunnel noch erleben“, meinte Ratsfrau Marion Daniel (FDP).
Bis dato hatten Ganderkesees Politiker die Planung der Untertunnelung der Bahn im Zuge der Bahnhofstraße auf Eis gelegt. Grund: Man wollte nicht den Weg ebnen für die vom Bundesverkehrsministerium propagierte westliche Ortsumgehung von Delmenhorst, die womöglich über Schierbrok führen könne.
Mittlerweile sei das Thema Ortsumgehung zwar vorerst zurückgestellt, aber man müsse weiter wachsam sein, so der Tenor im Ausschuss. „Wir sollten uns nicht in der Hängematte zurücklehnen“, mahnte Dietmar Mietrach (CDU). Keinesfalls dürfe man „eine Steilvorlage“ für die Umgehungs-Befürworter geben, so Christel Zießler (SPD).
Allerdings: Zur Diskussion stehe zunächst nur die Prüfung der technischen Machbarkeit (und nicht etwa schon der Bau des Tunnels), gab Daniel zu bedenken.
