Jever - Noch zwei Jahre lang wird Vorsitzender Alfred de Vries den Angelverein Jever führen, dann möchte er sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen und sein Amt, wenn die Mitglieder zustimmen, an Werner Pannenberg abgeben. Auch sein Stellvertreter Gert-Holger Mell will sein Amt dann an Bernhard Gottselig abtreten.
Das berichtete Alfred de Vries bei der Jahreshauptversammlung des Vereins, die kürzlich stattfand. „Ich habe bereits vor drei Jahren angekündigt, dass ich den Vorsitz abgeben möchte“, sagte der 74-Jährige. Erst jetzt haben sich Nachfolger finden lassen. Sie sollen in den kommenden zwei Jahren ohne Stimmrecht im Vorstand hospitieren. Dafür sprachen sich auch die Mitglieder bei der Versammlung aus. 94 der 1054 Mitglieder waren anwesend.
90 Prozent der Mitglieder des Angelvereins kommen aus Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund. 2014 verzeichnete der Verein 28 Abgänge – de Vries bedauerte, dass diese Kündigungen überwiegend aus Beitritten in den Angelverein Wilhelmshaven resultierten.
Kritik, hat es laut de Vries am Fischbesatz gegeben: Der Verein wendet dafür jährlich durchschnittlich 20 000 Euro auf. Nun sei die Kompetenz der Verantwortlichen in Frage gestellt worden. „Leider anonym“, sagte de Vries. Er stellte klar, dass die Mitglieder über die Verwendung der Gelder auch für den Fischbesatz bestimmen. Zudem würden Menge und Art des Besatzes nach Besatzstellen auf der Internetseite des Vereins veröffentlicht. Auch die Fangmengen sind im Internet abrufbar.
2014 hat der Verein fünf Besatzmaßnahmen mit einem Gesamtwert von 22 876 Euro durchgeführt. Das Budget von 20 000 Euro sei aber durch Rückzahlungen eingehalten worden, sagte Gewässerwart Frank Coordes. Insgesamt hat der Angelverein Jever das Jahr 2014 mit einem Plus Euro abgeschlossen, berichtete Finanzwart Onno Düselder.
Zudem waren an sieben Tagen 33 Wasserproben entnommen worden, die teilweise die untere Grenze der erforderlichen Wasserqualität erreichten, so Coordes. Ein Mitglied meldete am 14. November Einleitung von Gülle ins Nenndorfer Tief. Wasserproben ergaben eine massive Überschreitung des Phosphat- und Ammoniumwerts sowie eine auffällig hohe Leitfähigkeit. Das führte zu einer Strafanzeige durch die Untere Wasserbehörde.
