Metjendorf/Ofenerdiek - Ein neuer Vorsitzender ist gefunden und gewählt: Uwe Krummacker steht nun an der Spitze des Ortsbürgervereins Metjendorf-Heidkamp-Ofenerfeld. Er wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Mittwoch gewählt. Der 55-Jährige, der seit zwei Jahren in Metjendorf lebt, ist seit einem Jahr Materialwart und hatte sich bereiterklärt, für den Vorsitz zu kandidieren. Materialwart bleibt er außerdem: Bislang hat sich für dieses Amt noch niemand gefunden, erklärte Pressesprecher Theo Gerdes am Donnerstag auf NWZ -Anfrage.

Mit der Wahl Krummackers zum neuen ersten Vorsitzenden ist die einjährige Übergangslösung, in der zweiter Vorsitzender Hajo Kraß kommissarisch auch den Vorsitz übernommen hatte, beendet (die NWZ  berichtete). Kraß wurde am Mittwoch im Amt des 2. Vorsitzenden bestätigt.

Nach den Regularien wurde über den schlechten Zustand des „Ole Karkpadd“ gesprochen, der als neu erstellte, historische Wegverbindung über den ehemaligen Oldenburger Fliegerhorst Metjendorf mit Ofen verbindet. Der Geh- und Radweg sei in einem „katastrophalen Zustand“, erklärte Pressesprecher Theo Gerdes: Eine Anwohnerin hatte darauf hingewiesen. Wie Bauamtsleiter Hans-Günter Siemen im Wiefelsteder Rathaus am Donnerstag erklärte, werde sich der Bauhof der Gemeinde dort an die Arbeit machen, sobald die Witterung dies zulasse. Dann würden Nachschotterungen und Angleichungen vorgenommen, sagte Siemen.

Intensiv wurde auch die Förderung nach einer Ausleuchtung des Weges diskutiert. Bürgermeister Jörg Pieper wies in der Versammlung allerdings darauf hin, dass alle Wege außerorts in der Gemeinde nicht beleuchtet seien. Die Gemeinde werde in Metjendorf keinen Präzedenzfall schaffen: „Sonst liegen uns sofort weitere Anträge aus allen Teilen der Gemeinde auf dem Tisch.“

Pieper regte jedoch an, über eine Bürgerinvestition in Straßenleuchten nachzudenken – ähnlich, wie dies eine Bürgerinitiative in Petersfehn gemacht habe. Die Gemeinde könnte dann die Straßenlaternen in ihre Verantwortung bei Unterhaltung und Wartung übernehmen, zeigte Pieper eine Möglichkeit auf. Der Ortsbürgerverein bat darum, von der Gemeinde entsprechende Kostenkalkulationen zu erhalten.

Hajo Kraß hatte als kommissarischer Vorsitzender vor den Wahlen noch auf 2015 zurückgeblickt – und darauf aufmerksam gemacht, dass der Vorstand bei den alljährlichen Veranstaltungen noch mehr Unterstützung durch die Mitglieder gebrauchen könnte.

Bürgermeister Jörg Pieper berichtete unter anderem darüber, dass die Verwaltung einen neuen Anlauf starten wolle, um die gemeindeeigene Fläche an der Straße „Am Ostkamp“ in Metjendorf planerisch für eine Wohnbebauung vorzubereiten. Das werde bereits in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 8. Februar Thema sein.

Zudem habe die Gemeinde die Fläche des ehemaligen Spielplatzes am Elisabethstein in Heidkamp an die Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft verkauft, die dort zwei Mehrparteienhäuser errichten wolle (die NWZ  berichtete). Der Spielplatz werde auf eine andere Fläche verlegt, sagte Pieper, der klarstellte: „Wir brauchen grundsätzlich mehr Wohnraum: Nicht nur – aber auch – wegen der Flüchtlingssituation.“