WANGEROOGE - An diesem Mittwoch beginnen die Arbeiten zur Verstärkung der Harlehörndüne im Westen der Insel Wangerooge. Bis Anfang August werden im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) rund 120 000 Kubikmeter Sand in die Düne eingearbeitet und zur Erhöhung des seeseitigen Strandes verwendet.
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander zeigte sich in Hannover froh über den Projektbeginn: Im Landeshaushalt haben wir eine Million Euro für die Verstärkung der Schutzdüne bereit gestellt, nachdem ich mich im vergangenen Herbst vor Ort von der Problematik überzeugt hatte, erklärte der Minister.
Schutzdüne zu schmal
Die Maßnahme ist aus Sicht des Küstenschutzes unabdingbar, da die Dünenbreite und die Strandhöhe nicht ausreichen, um bei Sturmfluten einen Durchbruch der Düne an dieser neuralgischen Stelle zu verhindern, erklärte Frank Thorenz, Leiter der zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN. Ein Durchbruch der Düne hätte zur Folge, dass der Hafen vom Rest der Insel abgeschnitten wäre, so der Experte.
Die Sandentnahmestellen liegen westlich bzw. in der Hafenzufahrt von Wangerooge, so dass die Maßnahme nicht nur dem Küstenschutz dient, sondern als Nebeneffekt auch die Zufahrt zur Insel verbessert.
Dabei kommt der Schneidkopfsaugbagger Pirat VI mit einer Länge von 35 Metern und einer leistungsstarken 1400-PS-Pumpe zum Einsatz, die bis zu 350 Kubikmeter Sand pro Stunde bewegen kann.
Der eingespülte Sand wird als seeseitige Verstärkung der Harlehörndüne mit Hilfe von Planierraupen naturnah profiliert und modelliert.
Wir profitieren bei dieser Maßnahme von der Erhöhung des Längswerks aus schweren Wasserbausteinen vor der Düne im Jahr 2007, erläuterte NLWKN-Projektleiter Theo van Hoorn. Dadurch wurde die Erosion der Düne in Sturmfluten gebremst und wir müssen geringere Mengen Sand einbauen.
WSA beteiligt sich
Thorenz hob die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wangerooge, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven, N-Ports und den betroffenen Reedereien hervor. An den Kosten von rund einer Million Euro beteiligt sich das WSA mit zehn Prozent, da der Nordteil der Harlehörndüne in Verantwortung des Bundes steht.
Diese Ufer sind vom Meeresspiegelanstieg betroffen.
