Wardenburg - Ein Versprechen führte die hiesige Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) jetzt zusammen mit der Ratsfrau Gunda Döpken (CDU) in den Eine-Welt-Laden nach Wardenburg. Im vergangenen Jahr war ein geplanter Besuch Grotelüschens einer Verpflichtung im Bundestag zum Opfer gefallen. Er wurde jetzt nachgeholt, denn: „Der Faire Welthandel braucht nicht nur zu Aktionstagen unseren Einsatz. Hans Hermann Büsselmann und sein Team sind sehr engagiert“, lobte Grotelüschen den Vorsitzenden der Eine-Welt-Gruppe Wardenburg und die rund 20 Ehrenamtlichen, die den Laden betreiben.

Ursprünglich aus einer kirchlichen Initiative entstanden, habe der Verein Strahlkraft bis in die Nachbargemeinden. Mit ihrer Unterstützung für Schulen, medizinische Projekte und mehr in Südost-Nepal und dem Himalaya-Gebiet leisten die Mitglieder, die wie das Ehepaar Rau noch zu den Gründern zählen oder seit Jahren dabei sind, einen praktischen Beitrag und bringen den Wardenburgern das Thema näher. „Kooperationen wie die mit der Letheschule, in der zum Beispiel Jutetaschen für den Verkauf entstehen, sorgen dafür, dass Fair Trade fest im Denken und Handeln der Bürger verankert ist“, machte die Bundestagsabgeordnete deutlich. Dieses Engagement stoße schon seit mehr als 25 Jahren auf viel Unterstützung, betonte der Vereinsvorsitzende Hermann Büsselmann.

Als erste Fair Trade Kommune des Landkreises geht Wardenburg außerdem mit gutem Beispiel voran – Engagement, das ansteckt: Auch Ganderkesee ist mittlerweile auf dem Weg zur Fair Trade Gemeinde.

Auch auf Bundesebene gebe es positive Entwicklungen, so Grotelüschen. Das Budget für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sei für dieses Jahr auf mehr als 9,7 Milliarden Euro erhöht worden. So unterstütze der Bund vor Ort den Ausbau von wirtschaftlichen und sozialen Strukturen. Doch sie plädierte auch dafür, nicht locker zu lassen: „Wir müssen die Verbraucher dafür sensibilisieren, wie sie etwa durch ihr Kaufverhalten Einfluss nehmen können. Dafür braucht es Informationen und auch das Angebot vor Ort.“