WASHINGTON - Im Atomstreit hat der Iran die USA vor einem Militärschlag gewarnt und mit einem Gegenangriff gedroht. Das islamische Land werde entschlossen seine territoriale Integrität und Interessen verteidigen, sagte der Vizechef der paramilitärischen Revolutionsgarden, General Jadollah Dschawani, am Montag. US-Generalstabschef Mike Mullen hatte zuvor erklärt, ein Militärschlag gegen den Iran bleibe für die USA „eine Option“, sollte Teheran Atomwaffen entwickeln.

Mullen sagte in einem Interview, sowohl ein Militärschlag als auch die Aussicht, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen könnte, seien in einer ohnehin schon „unglaublich unsicheren Region der Welt“ äußert besorgniserregend. „Ich hoffe, es wird nicht dazu (zu einem Militärschlag) kommen. Aber es ist eine wichtige Option.“

Dschawani sprach von „psychologischer Kriegsführung der USA“. Damit wolle die US-Regierung den Iran dazu bringen, klein beizugeben, sagte er zu Mullens Äußerung. Die Weltgemeinschaft verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran hat das stets zurückgewiesen.

Dschawani zeigte sich überzeugt, dass weder die USA noch Israel es wagen würden, sein Land anzugreifen.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärte am Montag, das andauernde Säbelrasseln der USA zeige, dass die Führung in Washington mit ihrem Latein am Ende sei. Gleichzeitig schlug er US-Präsident Barack Obama erneut ein Zweier-Treffen bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen im September vor. Die USA haben das bisher als Propaganda-Trick abgelehnt.