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NWZonline.de Nachrichten Politik

Trump sprengt die Grenze von 10.000 Falschbehauptungen

29.04.2019

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat nach einer Zählung der "Washington Post" die Grenze von 10 000 falschen und irreführenden Behauptungen in seiner bisher etwas mehr als zwei Jahre dauernden Amtszeit gesprengt.

Die Frequenz der Falschaussagen des US-Präsidenten sei deutlich gestiegen, berichtete die "Washington Post" am Montag. Die Zeitung verfolgt die Aussagen des US-Staatsoberhauptes in ihrem Faktencheck von Beginn seiner Amtszeit an.

Nach 601 Tagen im Amt sei die Grenze von 5000 erreicht worden, heißt es in einem Bericht der Zeitung vom Montag - acht pro Tag. Nur 226 Tage später - am 26. April - seien es bereits 10.000 Falschaussagen gewesen. In diesen sieben Monaten kamen pro Tag im Durchschnitt 26 falsche oder irreführende Behauptungen aus dem Mund oder der Feder Trumps.

Möglicherweise liegt die Häufung an der großen Zahl der Wahlkampfauftritte vor den Parlamentswahlen im vergangenen November, die in diesem Zeitabschnitt liegen. Die "Washington Post" schreibt von einem "Tsunami der Unwahrheit".

Allein in einem "Interview" mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity in der vergangenen Woche - ein Fernsehformat bei dem Hannity Stichworte liefert und Trump seine Auffassung dazu preisgibt - seien 45 falsche Behauptungen aufgefallen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Wisconsin am Samstag waren es sogar 61.

Die "Washington Post" checkt seit Jahren Fakten in öffentlichen Aussagen und verteilt für Falschaussagen "Pinocchios" - jene Buch- und Trickfilmfigur, deren Nase beim Lügen länger wird. Die Wertung ist abgestuft, für besonders klare Falschbehauptungen gibt es drei oder vier Pinocchios.

Für Trump wurde eine neue Kategorie eingeführt - der "bodenlose Pinocchio". Dieser wird vergeben, wenn eine mit drei oder vier Pinocchios belegte Falschbehauptung mindestens 20 Mal wiederholt wurde. Trump erhielt den "bodenlosen Pinocchio" bereits 21 Mal. "Er injiziert absichtlich falsche Informationen in die nationale Diskussion", schreibt die "Washington Post".

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