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NWZonline.de Nachrichten Politik

„Geht zurück in eure Heimat“

16.07.2019

Washington Mit verbalen Attacken auf mehrere Demokratinnen im Kongress hat US-Präsident Donald Trump enorme Empörung ausgelöst. Die betroffenen Frauen, aber auch andere hochrangige Politiker warfen ihm Rassismus und weißen Nationalismus vor.

Trump hatte am Sonntag (Ortszeit) in einem Tweet mehrere Demokratinnen dazu aufgefordert, in ihre Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, anstatt den USA gute Ratschläge zu geben. „Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die total kaputten und von Kriminalität befallenen Orte in Ordnung zu bringen, aus denen sie gekommen sind“, schrieb er.

Der US-Präsident spottete, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sei sicher gern bereit, die Reisepläne zu unterstützen. Auch wenn Trump keine Namen nannte, ist klar, wen er meint: ein Quartett junger Demokratinnen, die sich intensive Machtkämpfe mit Pelosi liefern.

Alle vier sind US-Bürgerinnen: Alexandria Ocasio-Cortez, puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; Rashida Tlaib, Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley, Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Und Ilhan Omar – sie kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Jugendliche in den USA eingebürgert. Alle vier sind junge Frauen vom linken Flügel, die ihre Partei aufmischen und mit teils umstrittenen Positionen für viel Aufsehen sorgen. Dass sie mit derlei Ressentiments konfrontiert werden – noch dazu aus dem Oval Office –, sorgt aber dafür, dass sich die Reihen bei den Demokraten schließen.

Zahlreiche hochrangige Demokraten sprangen den Frauen zur Seite – allen voran Pelosi. Sie nannte Trumps Kommentare fremdenfeindlich. Dass sich die Partei nun um die Abgeordneten des linken Flügels versammelt, dürfte Trump gelegen kommen.

Die vier Frauen selbst reagierten mit heftiger Kritik. „So sieht Rassismus aus“, twitterte Pressley. „Kein Bully, selbst dieser rassistische Präsident“ werde sie nicht von ihrer Arbeit abhalten, twitterte Tlaib. Ocasio-Cortez schrieb auf Twitter, der Präsident habe vor der Welt mit seinem weißen Nationalismus geprahlt. Auch Omar warf Trump vor, weißen Nationalismus zu schüren.

Trump legte am Montag nach – wohl im Bestreben, seine eigene Basis zu bedienen. Sein erster Angriff fiel ausgerechnet auf jenen Tag, für den der Präsident groß angelegte Razzien gegen Menschen ohne Aufenthaltspapiere in den USA angekündigt hatte. Die von Trump versprochene „große Operation“, um eine hohe Anzahl Menschen aus den USA abzuschieben, blieb am Sonntag zwar aus. Die Ankündigung löste aber große Angst unter Migranten aus. Manche trauen sich nicht mehr aus dem Haus, manche suchten Schutz in Kirchen, andere holten sich Rat, welche Rechte sie haben, wenn plötzlich Beamte vor ihrer Tür stehen.

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