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NWZonline.de Nachrichten Politik

Trump Verurteilt Rassismus: Jetzt aber!

15.08.2017

Washington US-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner anfänglich vagen Reaktion auf die Gewalt von Charlottesville eindeutig gegen Rechtsextremismus und Rassismus ausgesprochen. Gruppen wie der Ku-Klux-Klan, Neonazis und weiße Rassisten seien abstoßend und hätten keinen Platz in den USA, sagte Trump am Montag in einer Rede aus dem Weißen Haus und erklärte „Rassismus ist böse“.

Am Samstag waren bei einer Kundgebung in der Stadt Charlottesville in Virginia Rechtsextreme und Nationalisten mit Gegendemonstranten aneinandergeraten. Eine Frau kam ums Leben, als ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine Gruppe raste, die friedlich gegen Rassismus demonstriert hatten. Außerdem stürzte am Rande der Kundgebung ein Polizeihelikopter ab, zwei Insassen wurden getötet. Auch deren Familien sprach Trump sein Beileid aus. Der Präsident war in die Kritik geraten, weil er in seiner ersten Reaktion gesagt hatte, „viele Seiten“ seien für die Gewalt verantwortlich gewesen.

In seiner Rede am Montag rief er das Land nun auch zur Einheit auf. „Wir müssen einander lieben, uns gegenzeitig Zuneigung zeigen und gemeinsam Hass, Fanatismus und Gewalt verurteilen“, sagte er.

Justizminister Jeff Sessions sagte, die Tat werde als Terrorismus gewertet. Er versprach, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Er und Trump trafen sich mit FBI-Direktor Christopher Wray, um die weiteren Ermittlungen zu besprechen.

Der Fahrer des Wagens, der in die Menge gerast war, ist bereits in Haft und wird das vorerst auch bleiben. Bei seiner ersten Anhörung vor Gericht am Montag hatte der 20-Jährige noch keinen Verteidiger. Richter Robert Downer weigerte sich deshalb, eine Kaution festzusetzen und setzte einen weiteren Termin für den 25. August fest. Dem jungen Mann droht eine Anklage wegen Totschlags. Wie die Nachrichtenagentur AP von einem früheren Lehrer erfuhr, war er bereits früh wegen nazistischen und rassischtischen Gedankenguts aufgefallen.

Landesweit kam es aus Protest gegen die Gewalt und gegen die erste Reaktion des Präsidenten zu neuen Demonstrationen. Der Vorstandsvorsitzende des Pharmariesen Merck, Kenneth Frazier, legte seinen Sitz im Amerikanischen Produktionsrat, einem Beratungsgremium für die US-Regierung, aus Protest nieder. Die Führung in Washington müsse die Grundwerte der USA ehren und Hass und jeglicher Vormachtsbestrebung von verschiedenen Volksgruppen ablehnen, sagte er zu Begründung. Trump attackierte ihn daraufhin auf Twitter. Jetzt habe Frazier mehr Zeit, die überteuerten Medikamentenpreise zu senken, schrieb der Präsident.

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