WASHINGTON - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain hat nach einer neuen Umfrage durch den Nominierungsparteitag Rückenwind erhalten und ist an seinem demokratischen Rivalen Barack Obama vorbeigezogen. In einer Erhebung des Gallup-Instituts kam McCain auf 50 Prozent bei eingetragenen Wählern, während Obama bei 46 Prozent lag. Noch vor wenigen Tagen lagen beide in Umfragen gleichauf.
„Die Republikaner hatten einen sehr erfolgreichen Parteitag. Die Wahl von Sarah Palin zur Vize-Kandidatin hat, zumindest vorerst, wirklich einiges bewirkt“, sagte Politologe Larry Sabato von der Universität von Virginia zu „USA Today“. McCain sei „in einer weitaus besseren Position, als sein eigenes Lager es eingeschätzt hat“.
Allerdings sagten in der Vergangenheit Umfrageergebnisse nach Parteitagen nur in der Hälfte der Fälle das Ergebnis einer Präsidentenwahl zutreffend voraus. „Man könnte auch eine Münze werfen“, sagte Sabato. McCain konnte nach der jüngsten Erhebung deutlich seinen Rückstand gegenüber Obama bei der Frage verringern, welcher Bewerber über mehr Wirtschaftskompetenz verfügt. Der Konjunkturabschwung in den USA ist für die Wähler zentrales Thema.
