WASHINGTON - Der deutsche Botschafter in den USA, Peter Ammon, ist wegen angeblicher Passivität in die Kritik geraten. „Die deutsche Position wird in den USA im Moment einfach nicht aktiv und kraftvoll genug vertreten – obwohl das gerade in der Euro-Krise so dringend notwendig wäre“, kritisierte der ehemalige Regierungskoordinator für die Beziehungen zu den USA, der SPD-Mann Karsten Voigt.
Der ehemalige US-Botschafter in Berlin, John Kornblum, befand: „Deutschlands Repräsentanten werden derzeit in Washington einfach nicht gehört.“
Ammon rechtfertigt sich mit dem Hinweis, er versuche, in der Euro-Krise lieber leise als laut Deutschlands Interessen zu vertreten. Der 60-Jährige war vor seiner Position in Washington Botschafter in Paris und Staatssekretär im Außenministerium.
