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NWZonline.de Nachrichten Politik

Trump droht Iran mit Vergeltung

17.09.2019

Washington /Wien Die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien haben die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten befeuert und den Ölpreis sprunghaft steigen lassen. Deutschland, Russland und China riefen alle Beteiligten am Montag zu Besonnenheit auf. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor Vergeltungsschläge angedroht. Mitglieder der US-Regierung machten den Iran weiter für die Drohnenangriffe auf Ölanlagen am Samstag verantwortlich. „Das war ein vorsätzlicher Angriff auf die Weltwirtschaft und den globalen Energiemarkt“, sagte US-Energieminister Rick Perry am Montag bei einem Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien.

Russland warnte vor überstürzten Handlungen. „Wir fordern alle Länder auf, keine voreiligen Schritte zu tun oder Schlussfolgerungen zu ziehen, die die Situation verschärfen könnten“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag. Auch China mahnte zur Zurückhaltung und erklärte, es sei noch nicht eindeutig klar, wer für die Angriffe verantwortlich sei. Alle Betroffenen sollten davon absehen, die Spannungen weiter eskalieren zu lassen, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying. In Berlin forderte auch Außenminister Heiko Maas eine eingehende Untersuchung zu den Urhebern der Angriffe. „Und das müssen wir mit der notwendigen Besonnenheit tun, aber die Lage ist außerordentlich besorgniserregend“, so Maas.

Am Wochenende hatten sich vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen im Jemen zu den Angriffen bekannt. Die Führung in Teheran bestritt jedoch jede Tatbeteiligung. Saudi-Arabien erklärte, bei den Angriffen seien ersten Erkenntnissen zufolge iranische Waffen benutzt worden, Drohnen des Typs „Ababil“, wie ein Sprecher einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition sagte. Die Angriffe seien jedoch nicht von jemenitischem Boden aus gestartet worden.

Die Ölpreise stiegen am Montag so stark wie seit Jahrzehnten nicht. Zunächst legten die Preise zeitweise um bis zu 20 Prozent zu. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) noch rund 10 Prozent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent lag bei 66,41 US-Dollar.

Investoren waren offenbar wegen der niedrigeren Produktion Saudi-Arabiens und der Möglichkeit einer weiteren Eskalation besorgt. US-Präsident Donald Trump sagte den Verbündeten Amerikas im Nahen Osten erneut die Unterstützung Washingtons zu.

Die USA seien inzwischen ein so großer Energieproduzent, dass Öl und Gas aus der Region nicht mehr gebraucht würden, erklärte er am Montag auf Twitter. „Aber wir werden unseren Verbündeten helfen“, schrieb er – ohne dabei Saudi-Arabien direkt beim Namen zu nennen.

Trump hatte am Sonntag bereits mit einem Vergeltungsschlag gedroht. Die USA stünden Gewehr bei Fuß, warteten aber auf Angaben der saudischen Führung, wen sie für den Angriff verantwortlich mache, erklärte er. Außenminister Mike Pompeo hatte die „beispiellosen“ Angriffe zuvor dem Iran zur Last gelegt, Trump äußerte sich nicht eindeutig. Der Iran behaupte, nichts damit zu tun gehabt zu haben.

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