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NWZonline.de Nachrichten Politik

Watsche für Gabriel bei Wiederwahl zum Parteichef

15.11.2013

Leipzig SPD-Chef Sigmar Gabriel hat bei seiner Wiederwahl auf dem Leipziger Parteitag einen Dämpfer erhalten. Mit 83,6 Prozent kam der 54-jährige Niedersachse am Donnerstag auf sein bisher schlechtestes Ergebnis. 2011 hatten noch 91,6 Prozent der Delegierten für ihn gestimmt, 2009 sogar 94,2 Prozent. Zuvor hatte Gabriel in einer nachdenklichen Rede die Verantwortung für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl übernommen und für die in der Partei umstrittene Große Koalition geworben. Der Parteichef sprach nach seiner Wahl von einem „außerordentlich ehrlichen Ergebnis“.

Gabriel machte in seiner Rede klar, dass sich die SPD nicht um jeden Preis auf eine Große Koalition einlassen werde. „Mit uns wird es keine politische Liebesheirat und keine Zwangspartnerschaft geben“, sagte er. Vielmehr strebe die SPD eine „befristete Koalition der nüchternen Vernunft“ an. Gabriel bereitete die SPD auch schon auf die Zeit nach einer Großen Koalition vor und zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ab 2017.

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