Wildeshausen - Die Errichtung eines Sport- und Wellnesscenters an der Krandel-straße hat den Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt bei seiner Sitzung am Mittwochabend im Wildeshauser Stadthaus beschäftigt. Ursprünglich sollte der Wellnesscenter direkt beim Schwimmbad gebaut werden.

Das war jedoch nicht möglich. Die damit verbundene Standortverlagerung in nordöstliche Richtung, die auch mit einer Vergrößerung des benötigten Grundstücks einhergeht, behagte sowohl Heiner Spille und Hermann Hitz von der UWG als auch Karl-Schulze Temming-Hanhoff nicht. Bei ihren drei Gegenstimmen wurde die für das Projekt erforderliche vierte Änderung des Bebauungsplans Nr. 19 „Erholungs- und Freizeitzentrum Krandel“ dennoch empfohlen.

Vorgesehen ist in den Planungen bereits Platz für die Erweiterung der scharfen Kurve der Krandelstraße. Diese Maßnahme steht in Zusammenhang mit dem geplanten Bau des neuen Feuerwehrhauses in der benachbarten Pagenmarsch.

Ein zweiter Knackpunkt war am Mittwoch der Verkauf von städtischen Flächen, die Investor Claus-Dieter Schmidt für das Sportcenter benötigt. Hier hatte der Gutachterausschuss einen Quadratmeterpreis von 35 Euro vorgeschlagen. Nicht berücksichtigt hatte er dabei jedoch den erhöhten Erschließungsaufwand der teils moorigen Fläche. „Das ist investorenfeindlich“, kritisierte CDU-Ratsherr Artur Gabriel.

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, der zuvor bereits lautstark das „katastrophale Bild für Investoren“ kritisiert hatte, das der Ausschau abgebe, präsentierte in diesem Zusammenhang einen nachgebesserten Vorschlag der Verwaltung. Hier werden von den knapp 326 000 Euro Grundstückskosten 302 000 Euro als erhöhte Erschließungspauschale abgezogen. Der Käufer zahlt somit nur noch die Differenz von rund 24 000 Euro.

Schulze Temming-Hanhoff und Traute Sandkuhl (Grüne) konnten sich mit ihrem Wunsch, die prekäre Angelegenheit zurück in den Gutachterausschuss zu verweisen, nicht durchsetzen, da das eine weitere erhebliche Verzögerung des Projekts bedeutet hätte.

Mit fünf Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen wurde der Verkauf schließlich denkbar knapp empfohlen.