Wildeshausen - „Das sind ja Nachnamen wie ein Gedicht“, schwärmte Landrat Carsten Harings. „Rosemeier und Posenauer. Das klingt wie gemalt.“ Der Landrat freute sich am Mittwoch, den neuen Gildekönig Oliver Rosemeier und den neuen Schaffer Martin Posenauer samt Gefolge im Kreishaus in Wildeshausen begrüßen zu dürfen.

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In drei Kutschen vorgefahren waren neben Schaffer und König noch General Jens Kuraschinski, Oberst Ernst Frost sowie die Offiziere Siegbert Schmidt, Manfred Rollié, Andreas Tangemann, Günter Vorberger, Harro Grotelüschen und Thomas Eilers. Ihnen gegenüber stand als Gastgeber aber nicht nur der Landrat. Ihm zur Seite standen der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Bernhard Schwarting und der Erste Kreisrat Christian Wolf.

„Durch diesen Empfang wird der Landkreis Teil des Gildefestes“, meinte Harings. Später attestierte er noch, dass die Reihen der Kreisverwaltung am Dienstag und Mittwoch ziemlich gelichtet seien. Die Verlegung des Kreissitzes vor gut 25 Jahren habe auch in der Gilde Spuren hinterlassen; denn viele Mitarbeiter seien in der Folge nach Wildeshausen gezogen und Mitglied in der Gilde geworden.

„Wenn 2765 Menschen beim Gildefest ausmarschieren und davon auch noch 93 Rekruten sind, ist das nicht nur ein imposantes Bild, sondern zeugt auch von einem beeindruckend hohen Interesse an der Gilde“, so Harings. Manch Jugendlicher sei in den vergangenen Wochen mehr mit der Namensfindung für einen neuen Gildeclub beschäftigt gewesen als mit der Mathearbeit.

Das Besondere am Gildefest ist für den Landrat auch, dass es ein friedvolles Fest sei. Das habe die Polizei erneut bestätigt. „Das ist bei Volksfesten heutzutage nicht selbstverständlich“, so Harings. Gleichwohl prangerte er diejenigen an, die in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag um Mitternacht an der Gildeuhr in der Westerstraße Feuerwerkskörper gezündet hatten. Harings: „Das Zünden von Pyrotechnik ist ein Verbrechen, wenn dadurch Menschen zu Schaden kommen.“

Der Landrat schaute auch voraus auf das entscheidende Bezirksligaspiel am kommenden Freitag zwischen dem VfL Wildeshausen und Atlas Delmenhorst. „Ich hoffe auf ein friedliches Fußballspiel im Umfeld des Gildefestes.“

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg