Wildeshausen - Die deutsch-polnische Freundschaft zwischen den Landkreisen Oldenburg und Nowomiejski haben am Montag die beiden Landräte Carsten Harings und Andrzej Ochlak sowie die Vorsitzenden der Kreistage, Helmut Hinrichs und Kazimierz Wisniewski, betont. „Diese Freundschaft lebt“, sagte Harings bei der offiziellen Begrüßung des dreitägigen Besuches am Montag im Kreishaus.

Ein Beispiel dafür sei der momentane Aufenthalt von sechs jungen Polinnen, die im Rahmen ihrer Köchinnen-Ausbildung ein Praktikum in einem Wildeshauser Hotel absolvieren. Seit November 2014 sei es der vierte Austausch von Azubis aus beiden Landkreisen. Die Partnerschaft gibt es seit 2001.

14 Gäste aus dem Partnerlandkreis hatte Harings im Beisein von Vertretern des hiesigen Kreistages, der Kreisverwaltung und Kreisjugendfeuerwehr im Kreishaus begrüßt. Aus Nowomiejski begleiten den Landrat dessen Stellvertreterin, der Vorsitzende des Kreistages, der Kommandant der Feuerwehr in der Kreisstadt Nowe Miasto Lubawskie, die Leiterin des Kreisschul- und Kulturamtes sowie Lehrerinnen des Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen.

Harings bezeichnete das Wiedersehen nicht nur deshalb für wichtig, um die Freundschaft zu pflegen, sondern auch, um die bisherigen Austausche zu bewerten und neue Ideen zu entwickeln. Neben Begegnungen zwischen Schülern und Auszubildenden beider Landkreise gibt es auch das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehren. „Durch die Treffen der Jugendlichen wird unser Freundschaftsgedanke in die Zukunft getragen“, so Harings. Sein Amtskollege Ochlak ergänzte diesen Gedanken: „Wir können uns rühmen, schon so weit in unserer Partnerschaft gekommen zu sein.“ Kazimierz Wisniewski hofft für die Zukunft auch auf wirtschaftliche Kooperationen.

Am Montagnachmittag wurde die IGS in Wardenburg besucht, um die Möglichkeit einer weiteren Schulpartnerschaft auszuloten. Ferner besuchten die Polen mit ihren Gastgebern die Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Sandkrug.

Bis einschließlich Mittwoch gibt es unter anderem noch eine Sitzung mit der Kreisjugendfeuerwehrleitung, ein Besuch in den Berufsbildenden Schulen Wildeshausen sowie eine Führung durch die Bremer Altstadt und über den Flughafen Bremen. Auch ein gemeinsames Jakkolo-Spiel in Hude gehört zum Programm.

Wie viele Teilnehmer des Empfangs im Kreishaus hatte sich auch Helmut Hinrichs die Abzeichen beider Landkreise als Zeichen der Verbundenheit ans Revers geheftet. Er trug zudem noch das Europa-Emblem. „Ich dachte in den vergangenen 25 Jahren, dass wir eine große europäische Gemeinschaft geworden sind. In den vergangenen Monaten haben sich die europäischen Spitzenvertreter aber nicht so präsentiert“, bedauerte Hinrichs. Zur Wahrung eines friedlichen Europas setze er daher auch auf die Wirkung der Gespräche von unten nach oben.