Wesermarsch - Treue Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft „Verdi“ sind in einer Feierstunde geehrt worden. Die Jubilare aus der Wesermarsch wurden von Uwe Peglau (Verdi Ortsverein) in Brake begrüßt. Auch Ursula Schinski, Brakes stellvertretende Bürgermeisterin, und Heike Klattenhoff, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirkes Weser Ems, gratulierten.
Aus den Fugen
In ihrer Rede sprach Heike Klattenhoff die aktuelle politische Situation in Deutschland und Europa an. „Wenn wir uns in Deutschland, in Europa und in der Welt ein wenig umschauen, dann müssen wir feststellen, dass Vieles aus den Fugen zu geraten scheint. Jedenfalls ist die Situation für viele, viele Menschen nicht einfach“, betonte die Verdi-Geschäftsführerin. „Dinge, die lange Zeit für uns selbstverständlich waren, sind nicht mehr selbstverständlich. Errungenschaften, die wir als Gewerkschaften erkämpft haben, müssen wir verteidigen. Der Geist dessen, was wir Neoliberalismus nennen, wütet weiter“, merkte Heike Klattenhoff an.
Spaltung Europas
Droht Europa zu zerbrechen? Heike Klattenhoff richtete mahnende Worte an die Teilnehmer der Feierstunde. Sie erwähnte den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, die Regierungen in Polen und Ungarn, die die Meinungsfreiheit abschafften und warnte auch vor nationalistischen Parteien, die in vielen Ländern an die Macht drängten.
Im Umbruch
„Populistische Parolen, Hetze, Hass und Rassismus greifen um sich und bereiten so den Nährboden für Gewalttäter und Brandstifter“, sagte sie. Die Spaltung Europas vertiefe sich, zwischen Nord- und Südeuropa, zwischen Arm und Reich, getrieben durch eine unsoziale Kürzungspolitik, so die Geschäftsführerin, für die der Umgang mit Griechenland ein erschreckendes Beispiel war und ist. „Die Umbrüche in vielen Regionen der Welt, die Folgen von Krisen und Kriegen haben Europa eingeholt“, führte Heike Klattenhoff weiter aus. Terroranschläge in Europa verschärften die Situation.
65 Jahre: Jürgen Beerfölz und Friedrich Müller
60 Jahre: Rolf Bultmann, Walter Erfmann, Heinrich Haase und Gerold Wilde
50 Jahre: Norbert Eichler, Dieter Schröder und Elfriede Seggern
40 Jahre: Detlef Bathe, Dirk Hedemann, Artur Hillmer, Ingrid Köbernick, Anne Karin Lange, Rolf Meier, Hermann Renken, Wolfgang Tröger, Bernhard Tülp und Manfred Weyers
25 Jahre: Iris Bajrami, Reimund Bartels, Bianca Besekow, Ingrid Cordes, Erika Langbehn-Dargel, Waltraud Haase, Anja Hadeler, Hannelore Hoffmann, Egon Klement, Horst Kortlang, Hergen Meyer, Martina Meyer, Maja Ritter, Jens Thormählen und Sabine Wolfgramm
Tausende von geflüchteten Menschen lebten täglich in großer Not und hoffen, in Deutschland Schutz und zumindest vorübergehend eine neue Bleibe zu finden. „Als Demokraten und als international denkende Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind wir gefordert, aus humanitären Gründen zu helfen und das Asylrecht zu verteidigen“, sagte Heike Klattenhoff.
