WESTERSTEDE - Die Arbeit in einem Workcamp auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen haben an diesem Montag 70 Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren aus zehn Nationen aufgenommen, darunter auch Jungen und Mädchen aus Westerstede und Bad Zwischenahn.
Ebenfalls dabei ist Pumeza Mandela, die Nichte des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, sowie deren Cousin Siyabulela Mandela. Die Schirmherrschaft für diese internationalen Begegnung junger Menschen hat die niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann übernommen.
Zehn Tage lang gehen die Teilnehmer auf Spurensuche in der deutschen Geschichte. Sie werden unter anderem mit Überlebenden des Lagers sprechen und einen Erinnerungsweg von der Rampe zum ehemaligen Lagereingang gestalten. Zeitzeugen sind in diesem Jahr Dr. Yvonne Koch und Salomon Finkelstein, der als Kind die Lager Auschwitz und Mittelbau überlebt hat.
Doch nicht nur die Aufarbeitung der Vergangenheit steht im Mittelpunkt des Workcamps, es soll auch über Demokratie, Frieden und den Abbau von Vorurteilen gesprochen werden.
Seit 1995 finden unter dem Dach des Landesjugendrings Niedersachsen und der Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen – getragenen von christlichen und gewerkschaftlichen Jugendverbänden – internationale Jugendbegegnungen in Bergen-Belsen statt. Damit soll ein Beitrag zur Völkerverständigung und Aussöhnung geleistet werden. Weiteres Ziel ist die Förderung von Demokratie und Frieden.
Über den weiteren Verlauf des aktuellen Workcamps können sich Interessierte auch im Internet informieren. In die Berichterstattung auf der Homepage fließen unter anderem Erfahrungen von Teilnehmern ein.
