Westerstede - Aus Westerstede kommt nun offenbar doch der politische Impuls zum Bau eines Tierheims. Bislang hatten der Landkreis und seine kreisangehörigen Gemeinden es abgelehnt, sich an den Unterhaltungskosten für eine solche Einrichtung zu beteiligen: zu teuer. Nun könnte sich die Stimmungslage ändern, denn in Westerstede wurden bereits 20 000 Euro als finanzielle Beteiligung der Stadt an den laufenden Kosten bei der Bewirtschaftung eines Tierheims im Haushaltsplan 2016 eingeplant. Von dieser Initiative erhoffen sich die Westersteder, dass man bei derart geringen Beteiligungskosten auch in den anderen Ammerland-Gemeinden ein Herz für Tiere entdeckt und mitmacht.
Wie berichtet, müssen sich die Kommunen an den Baukosten für ein Tierheim nicht beteiligen. Der Tierschutzverein Ammerland hat eine Erbschaft erhalten, aus der die Investitionskosten bestritten werden könnten.
So einig man sich in Westerstede auch ist – ganz allein schultern will man die entstehenden Bewirtschaftungskosten nicht. „Daher plädieren wir für eine Landkreislösung“, erklärte CDU/FDP-Gruppensprecher Markus Schneider (CDU) unlängst in einer Sitzung des Westersteder Bauausschusses.
Dessen Vorsitzender Jochen Niemann (CDU) sagte in der selben Sitzung: „Westerstede wirbt mit dem Slogan ,Gesundheitsstadt im Grünen’. Meiner Meinung sind Tiere ein Bestandteil einer gewissen Lebensqualität. Daher bin ich für eine kommunale Regelung, bei der nicht nur auf finanzielle Aspekte geachtet werden darf.“ Ähnlich äußerten sich Uwe Kroon (SPD), Jochen Gertjejanssen (Grüne) und Hermann Rust (UWG). Die Stadt wurde zu neuen Gesprächen mit Kreis und Gemeinden aufgefordert.
