Westerstede - 2014 haben Gehbehinderte mit einem Korso durch die Westersteder Innenstadt auf Stolperfallen und Gefahrenstellen aufmerksam gemacht. Für Rollatoren und Rollstühle gab es etliche Hindernisse. Initiiert worden war die Aktion vom Heimbeirat des Evangelischen Altenzentrums. Die damalige Vorsitzende Maria Krieger überreichte der Stadt einen ebenfalls vom Seniorenbeirat und vom Behindertenbeirat unterzeichneten Antrag, das Wegenetz auf Barrierefreiheit zu prüfen und die Schwachpunkte nach und nach zu beseitigen. Sie hatte zudem die Chance, im Ausschuss von den Erfahrungen zu berichten und Problemstellen zu benennen. Was hat sich seither verbessert?
Ein Vortrag für Gehbehinderte wird am kommenden Dienstag, 27. November, 15.30 Uhr, im Evangelischen Altenzentrum, Grüne Straße 10, in Westerstede angeboten. Hermann Nee, Verkehrssicherheitsbeauftragter der Polizei, spricht über das Thema „Mit Rollator, Rollstuhl und E-Scooter sicher durch die Stadt“. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Einen Korso durch die Stadt organisieren der Heimbeirat des Evangelischen Altenzentrums und der Seniorenbeirat. Anlass ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung am Montag, 3. Dezember. Treffpunkt für Teilnehmer mit Rollator, Rollstuhl und E-Scooter ist um 14.30 Uhr der Parkplatz an der Zufahrt zum Haupteingang des Altenheims. Der Korso endet gegen 16 Uhr am Rathaus.
„Wenig“, findet Heiko Ockenga, stellvertretender Vorsitzender des Heimbeirats. Zwar könne niemand erwarten, dass alles sofort baulich verändert werde, aber an einigen Stellen hätte man mit wenig Aufwand etwas erreichen können. So könnte man beispielsweise an der Peterstraße die Steinumrandung der Baumbeete auf Höhe des Restaurants Leogrande etwas zurücksetzen, um den zu engen Durchgang zu verbreitern. Schwierigkeiten bereite Menschen mit Rollator und Rollstuhl auch an etlichen Stellen das holprige Pflaster. Hier könnte ein Streifen mit glatten Steinen Abhilfe schaffen.
Auf dem Weg vom Altenzentrum in die Stadt ärgern sich Gehbehinderte immer wieder über quer gestellte Fahrräder, Aufsteller, Blumenkübel und manchmal sogar geparkte Autos, die den Fußweg blockieren. „Deshalb möchten wir die Öffentlichkeit für Behinderte und ihre Probleme sensibilisieren“, sagt Ockenga.
So hat der Heimbeirat um Vorsitzende Anke Gröhlich in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat erneut einen Korso geplant. Anlässlich des internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am Montag, 3. Dezember, treffen sich die Teilnehmer um 14.30 Uhr an der Zufahrt zum Altenzentrum, Grüne Straße 10. Der Korso endet um 16 Uhr vor dem Westersteder Rathaus.
Die Organisatoren hoffen auf eine große Beteiligung von Menschen, die auf einen Rollator, Rollstuhl oder E-Scooter angewiesen sind. Gemeinsam wollen sie ihre Forderung nach einer barrierefreien Stadt unterstreichen.
