Westerstede - Vor welchen Herausforderungen stehen Bewohner und Pflegekräfte in Altenheimen? Beim Besuch des Evangelischen Altenzentrums Westerstede hat sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Dürr ein Bild vor Ort gemacht.

Zusammen mit der pflegepolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Nicole Westig, und Burkhard Jendrusch, Vorsitzender der FDP Westerstede, traf sich Dürr mit Bewohnern und Heimbeirat, um über die Pflegesituation zu sprechen. Besonders wichtig sei den Menschen in Pflegeeinrichtungen, mehr Gehör in der Öffentlichkeit zu finden. „Wir wünschen uns eine Plattform für einen besseren Austausch, so dass wir auch außerhalb des Heimlebens mehr mitgestalten können“, erklärte Heiko Ockenga, stellvertretender Vorsitzender des Heimbeirates. Häufig fehle es den Bewohnern an Informationen. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Kommunikation zwischen Heimbewohnern und Politik verbessert”, sagte auch Christian Dürr. Aber nicht nur der fehlende Austausch stellt die Alten- und Pflegezentren heute vor Probleme, sondern auch die umfangreiche Dokumentationspflicht und der Fachkräftemangel. „Die Mitarbeiter in den Heimen müssen jeden Tag aufs Neue mit einem Berg an Bürokratie kämpfen. Das muss sich dringend ändern.“

„Dokumentationspflichten gehören auf den Prüfstand, sie müssen verschlankt, gebündelt und dann möglichst digitalisiert werden“, so Nicole Westig. Die Freien Demokraten sehen in digitalen Anwendungen große Chancen, Pflegende zu entlasten und ihnen das zurückzugeben, was ihnen am meisten fehlt: Zeit für Zuwendung, Zeit für den Menschen. So könnten die Arbeitsbedingungen attraktiver gemacht werden, damit wieder mehr Menschen den Pflegeberuf ergriffen, meint die pflegepolitische Sprecherin.

Gleichzeitig müsse Fachkräften aus dem Ausland die Zuwanderung erleichtert werden. „Dafür brauchen wir ein starkes, digitales Einwanderungsgesetz“, so Dürr.