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Auszeichnung Wettstreit für mehr Toleranz

Christopher Hanraets

Wildeshausen/Oldenburg - Eine Urkunde für sein Engagement und 2000 Euro – beides erhielt der Arbeitskreis Demokratie und Toleranz des Präventionsrates Wildeshausen am Montagnachmittag bei der Preisverleihung des Wettbewerbes „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ im Oldenburger Rathaus. Der Wettbewerb wurde vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ veranstaltet.

Ingeborg Jacoby, Gründerin des Arbeitskreises, und Charlotte von Olearius, Mitglied des Leitungsteams und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wildeshausen, nahmen die Auszeichnung entgegen.

Die Kriterien für eine Auszeichnung waren klar definiert: Es sollten Projekte sein, die leicht nachahmbar sind und ohne viel Aufwand auskommen. „Es sollten Beispiele guter Praxis sein“, so Cornelia Schmitz, stellvertretende Geschäftsstellen Leiterin des Bündnisses. Zudem sollten in erster Linie ehrenamtliche Mitarbeiter an den Projekten mitwirken.

Prävention im Fokus

Der Arbeitskreis Demokratie und Toleranz leistet vordergründig Präventionsarbeit an Schulen. Der Arbeitskreis verfolgt unterschiedliche Projekte: Zum Beispiel führt er Schülern der zehnten Klasse das Theaterstück „Der Kick“ vor, das von der Tötung des Teenagers Marinus Schöberl im brandenburgischen Potzlow 2002 durch Neonazis handelt.

Das Stück wird anschließend zusammen mit der Polizei in den Schulen aufgearbeitet. „So sollen die Jugendlichen für Anzeichen der rechten Szene sensibilisiert werden“, so Jacoby. Die Polizisten sollen den Schülern deutlich machen, dass Rechtsextremismus nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in Wildeshausen stattfindet.

Vielfältige Aktionen

Darüber hinaus veranstaltet der Arbeitskreis regelmäßig Spendenläufe unter verschiedenen Mottos sowie Erinnerungsgänge durch Wildeshausen entlang den ehemaligen Häusern jüdischer Familien. Ein Projekt, das der Kreis noch in Angriff nehmen will, ist die Verteilung von so genannten Stolpersteinen, die an die nationalsozialistische Geschichte erinnern sollen.

Mit ausschlaggebend für die Auszeichnung war laut Uta Leichsenring, die die Urkunde überreichte, dass der Arbeitskreis die „volle Bandbreite gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ biete. Außerdem sei das Projekt durch seinen präventiven Ansatz besonders nachhaltig und nicht nur auf die aktuelle Situation ausgerichtet. „Jugendliche können schnell in die rechte Szene geraten, daher ist vorbeugende Arbeit besonders wichtig.“, so Leichsenring weiter.

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