Wiefelstede - Sie war zum ersten Mal mit dabei: Die neue Bezirksvorsteherin für den Bezirk Wiefelstede II, Elke Bruns, hat sich jetzt mit allen Ortsvorstehern der Gemeinde im Wiefelsteder Rathaus zur weihnachtlichen Dienstbesprechung getroffen. Die Wiefel­stederin löst Gertrud Fastje ab, die ihr Amt zum 31. Dezember dieses Jahres nach 22 Jahren niederlegen wird.

In einer gemütlichen Runde bei Klaben, Brot mit Griebenschmalz und Glühwein sowie Kinderpunsch stellte der Bürgermeister der Gemeinde, Jörg Pieper, den Vertretern der Bezirke die bereits geleisteten Investitionen der Gemeinde in 2018 vor. Außerdem bereitete er die Bezirksvorsteher schon einmal darauf vor, dass sie im kommenden Jahr gebeten werden, die Wahlbenachrichtigungskarten für die Europawahl am 26. Mai zu verteilen. Pieper bezeichnete die Anwesenden als „die Multiplikatoren in der Fläche“, die am besten dafür geeignet seien, gewisse Belange an die Bevölkerung weiterzutragen.

Thema war auch die Steuererhöhung, die der Finanzausschuss einstimmig empfohlen hatte. „Die Investitionen waren hoch, und es kommt noch viel auf uns zu“, resümierte Pieper und begründete damit, weshalb die Erhöhung der Steuern notwendig sei. „Wir müssen auch alles stemmen können. Für den Einzelnen ist das nicht viel Geld, doch zusammengerechnet bringt es die Gemeinde ein ganzes Stück weiter.“

Die Fertigstellung der Kita Metjendorf zögert sich bis März 2019 hinaus und wird rund 3,7 Millionen Euro kosten. Auch die Erweiterung der Grundschule Metjendorf samt einer Zweifeld-Sporthalle schlägt mit 5,2 Millionen Euro ein deutliches Loch in den Haushalt. Außerdem soll mit der Sanierung der Altbaugebiete begonnen werden. Hier fielen die Stichworte Regenwasserkanäle, Breitbandausbau und Straßenbeleuchtung.

Zum Thema Senioren kam Carsten Eikers zu Wort: „Es ist das Beste, wenn Senioren so lange es geht in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.“ Dafür wünsche er sich in den verschiedenen Ortsteilen Ansprechpartner, speziell für ältere Menschen. „Es haben sich schon sieben Personen gefunden, die sich das vorstellen können. Wir hätten aber gern noch einige mehr“, führte Eikers weiter aus. Es gehe nicht darum, bei den Senioren den Rasen zu mähen oder Glühbirnen zu wechseln. „Aber sie benötigen einfach ab und an Hilfe. Es soll allen in der Gemeinde gut gehen“, schloss Eikers seinen Vortrag auch mit der Bitte, die „Lüttjen Bürgermeister“ mögen sich Gedanken machen, ob sie selbst ein solcher Ansprechpartner sein könnten.

Es wurden Kärtchen ausgeteilt, auf denen künftig Menschen über 70 Jahren gebündelt die wichtigsten Adressen finden sollen.