WIEFELSTEDE - Es ist wohl der Hartnäckigkeit betroffener Eltern zu verdanken, dass es im Kindergarten am Breeden in Wiefelstede Integrationsgruppen gibt, glaubt Kindergartenleiterin Gabriele Pauels. Mit einer Gruppe fing es 1991 an, mittlerweile gibt es zwei. „Die Finanzierung gestaltete sich damals schwierig, es gab viel Unwissen“, erinnert sich die Leiterin.

Im Gegensatz zu den anderen Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern sind die Integrationsgruppen nur mit 18 Kindern besetzt. Jeweils vier behinderte Kinder oder Kinder mit besonderem Förderungsbedarf aller Schattierungen gehören dazu, die eben mit nicht behinderten Kindern gemeinsam betreut werden. Drei statt zwei Erzieherinnen übernehmen diese Aufgabe, wobei jeweils eine von ihnen eine besondere Ausbildung zur „Heilpädagogischen Fachkraft“ absolviert hat. Noch heute ist der Bedarf in den Integrationsgruppen größer als die Anzahl der Plätze, erzählen auch die Erzieherinnen Monika Langer und Alexandra Tapken. Dabei wissen noch nicht einmal alle betroffenen Eltern, dass es solche Gruppen überhaupt gibt – und dass sie die Wahl haben, ob sie ihr Kind in den Kindergarten geben oder in eine Sondereinrichtung. „Die sozialen Kontakte sind sowohl für das Kind als auch für die Familie in den Integrationsgruppen viel enger und näher“, weiß Monika Langer: „Die Kinder werden nicht ausgesondert“. „Und die anderen Kinder entwickeln durchaus Fürsorge für die Schwächeren“, erklären Lange und Tapken ein weiteres Ziel der Integrationsgruppen.

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