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NWZonline.de Nachrichten Politik

Zahl der Drogendelikte steigt

24.05.2018

Wiesbaden Die Zahl der Rauschgiftdelikte in der polizeilichen Kriminalstatistik ist im vergangenen Jahr zum siebten Mal in Folge gestiegen. „Der Zugang zu Drogen ist leicht, und Drogenhandel ist nach wie vor ein lukratives Geschäft“, sagte Holger Münch, der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), am Mittwoch bei der Vorstellung der Rauschgiftkriminalität. Vor besondere Herausforderungen stellt die Ermittler der Handel im Internet.

Insgesamt deckte die Polizei in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 330 000 Fälle von Rauschgiftkriminalität auf – ein Anstieg um 9,2 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Eine Zunahme gab es sowohl beim Drogenkonsum als auch beim Drogenhandel.

Besonders deutlich war die Zunahme der registrierten Delikte bei Kokain mit einem Anstieg um 17,9 Prozent und bei Cannabis mit einem Zuwachs um 11,8 Prozent. Straftaten im Zusammenhang mit Cannabis machten den mit Abstand größten Teil der gezählten Delikte aus.

Die Menge des sichergestellten Kokains habe sich im vergangenen Jahr vervierfacht, sagte Münch. Die Ermittler konnten einen Rekordwert von mehr als 8100 Kilogramm sicherstellen. Dazu trugen vor allem drei große Funde im Hamburger Hafen bei, als Anfang 2017 innerhalb von drei Monaten 3,8 Tonnen Kokain sichergestellt wurden.

In einigen gesellschaftlichen Kreisen sei Drogenkonsum alltäglich, sagte Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, und betonte: „Ich will keine Gesellschaft, in der der Konsum riskanter Drogen zur Normalität gehört.“

Der zunehmende Handel im Internet wie auch die internationale Verflechtung des Drogenhandels, in den auch die Organisierte Kriminalität verwickelt sei, stellt die Ermittler vor neue Herausforderungen. Wer Drogen kaufen will, müsse nicht mehr Dealer in zwielichtigen Stadtteilen aufsuchen und sich „in dunklen Ecken herumdrücken“, sagte Münch.

Stattdessen kommen die Drogen aus dem Online-Handel mit der Post oder dem Kurierdienst. Im Darknet, aber auch im ganz normalen Bereich des Internets, könnten Käufer fündig werden. Das BKA setze daher auch auf eigene Cyberspezialisten, die auf der dunklen Seite des Netzes ermitteln können, sagte Münch.

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