Wildeshausen - Der nächste Vortrag in der Reihe „Geschichte im Rathaus“ findet am Mittwoch, 19. Februar, um 20 Uhr im Wildeshauser Rathaussaal statt. Dazu hat der Bürger- und Geschichtsverein Dr. Herbert Bock eingeladen. Er wird unter dem Titel „heimlich feuerwerck […] in etzliche heuszer einleggen lassen – Wildeshausen und der mittlere Hunteraum im Dreißigjährigen Krieg“ referieren.

Bereits Friedrich Schiller schrieb 1791 in der Einleitung zu seinem Geschichtswerk über den Dreißigjährigen Krieg: „Ein verheerender Krieg, der (…) Länder entvölkerte, Ernten zertrat, Städte und Dörfer in die Asche legte“.

Auch Wildeshausen und der mittlere Hunteraum blieben von den Ereignissen und Gräueltaten nicht verschont, so der Bürger- und Geschichtsverein. Ab 1621 war die Region unmittelbar betroffen. Die Menschen mussten mit Truppendurchzügen, Zerstörungen, Brandstiftungen, kriegsbedingten Steuern oder Einquartierungen von Soldaten leben. Streitigkeiten und Krankheiten – zum Beispiel die Pest und die Rote Ruhr – kamen hinzu. Zahlreiche bisher noch ungedruckte Quellen aus verschiedenen Archiven, diplomatische und militärische Korrespondenzen, aber auch Presseberichte der Zeit zeigen ein eindrückliches Bild dieser Ereignisse.

Dr. Bock aus Diepholz studierte nach seiner Pensionierung als Berufssoldat mit 58 Jahren Geschichte, Geografie und Politikwissenschaft an der Universität Vechta. 2015 promovierte er mit einer Arbeit über den mittleren Hunteraum vom 13. bis zum 17. Jahrhundert.