Wildeshausen/Dötlingen - „Wir fordern den Rücktritt von Julia Klöckner, weil sie nichts macht.“ Jan-Bernd Stolle von der Bauerninitiative „Land schafft Verbindung“ (LsV) ist vor der Wildeshauser „Gildestube“ nicht besonders gut auf die deutsche Landwirtschaftsministerin zu sprechen gewesen.

Mit nach eigenen Angaben 120 Treckern hatten Landwirte aus den Landkreisen Oldenburg, Cloppenburg und Diepholz sich am Freitag auf den Weg nach Wildeshausen gemacht, um ihren Unmut über die aktuelle Agrarpolitik an prominenter Stelle kundzutun.

„Die Politik muss sich auf uns zu bewegen,“ sagte Stolle. „Wie es jetzt läuft, ist es eine Katastrophe.“ Es sei schon schlimm genug, dass die Landwirte überhaupt demonstrieren müssten, aber trotz der vielen Demos passiere nichts.

Damit man gehört werde, habe man Gitta Connemann – stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag – mit einem solchen Aufgebot empfangen. Dabei betonte Stolle, dass man nicht immer nur contra sei, sondern auch für Dinge wie die Gesundhaltung der Böden, den Grundwasserschutz, Nahrungsmittel aus Deutschland und die bäuerliche Landwirtschaft.

Am Abend folgte gleich die nächste Demo in Dötlingen. Da waren es rund 80 Trecker, die rund um das Landhotel Dötlingen standen. Die Landwirte empfingen den Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies. Der mit Verspätung eingetroffene SPD-Politiker stellte sich einem rund viertelstündigen Gespräch, bevor er Gastredner einer sehr gut besuchten Veranstaltung der VR Energieprojekte zur Windenergie war.