Wildeshausen - Unter dem Titel „Aggressionen gegen Tierärzte“ hat die Nordwest-Zeitung in ihrer Ausgabe am 13. März darüber berichtet, dass sich das Veterinäramt des Landkreises zunehmend mit Angriffen von außen konfrontiert sieht. Der Vorstand der Tierschutzgruppe Wildeshausen nimmt die Berichterstattung „mit einigem Befremden“ auf.

In einer Stellungnahme schreibt der Vorstand: „Wer selbst für sich so viel Sachlichkeit in Anspruch nimmt, sollte nicht zu derartigen Pauschalierungen greifen. Wer wird denn hier als „Tierschützer“ an den Pranger gestellt? Nach unserem Verständnis ist nicht jeder Bürger, der beim Veterinäramt eine Meldung macht, sich beschwert, bzw. sich eventuell auch unangemessen äußert, gleichzeitig auch ein Tierschützer.

Wir, die wir in diesem Bereich seit Jahrzehnten ehrenamtlich tätig sind, sehen eher, dass einigen Bürgern die Hilfe, die ja durch das Veterinäramt erfolgen sollte, nicht ausreicht. Haben es doch direkt einige gewagt, sich öffentlich über das Veterinäramt zu beklagen. Die Ehrenamtlichen der Tierschutzgruppe Wildeshausen erwarten für ihre Arbeit ganz sicher keine Anerkennung, aber einen gewissen Respekt, ersparen wir doch dem Amt einen großen Teil Arbeit, Zeit und dem Bürger Steuergelder.

Wenn wir absolut nicht weiterkommen, dann wenden wir uns in angemessener Form an das Veterinäramt, das aus unserer Sicht dafür da ist, die Lebensqualität der entsprechenden Tiere in eine angemessene Form zu bringen. Kein einziger seriöser „Tierschützer“ erwartet in jedem anstehenden Fall, dass Tiere weggenommen oder Tierhaltungsverbote ausgesprochen werden. Nur, wenn so etwas ansteht, dann sollte den Tieren nicht noch unnötiges Leid zugemutet werden.

Dass eine Wegnahme Geld kostet, ist auch uns bekannt, jedoch wurde in der Vergangenheit jede von uns angebotene praktische Hilfe abgelehnt. Zusammengefasst wäre es schön, wenn das Hauptaugenmerk sich zukünftig mehr auf die praktische Umsetzung des Tierschutzes richten würde, denn dafür ist das Veterinäramt schließlich da.“

Nach Angaben des Landkreises gingen im Vorjahr 250 Hinweise auf mutmaßliche Verstöße gegen den Tierschutz beim Veterinäramt ein.