WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/TIM Das Martinshorn schallte über den Hof der Malteser-Rettungsstelle. Doch es war kein Notfall. 21 Jungen und Mädchen im Alter von neun bis zwölf Jahren nahmen an der Ferienpassaktion „Ein Tag bei den Maltesern“ teil. Olaf Hackstedt und Stephanie Ansorg erklärten den Kindern alle interessanten Details der Rettungswache an der Wildeshauser Deekenstraße.
„Warum und wann braucht man eine stabile Seitenlage“, fragte Stephanie Ansorg die Ferienpasskinder. „Wenn Menschen bewusstlos sind“, antworteten die „Nachwuchssanitäter“. Doch bei der Theorie blieb es natürlich nicht. Steffen Schmidt zeigte unter den Augen von Stephanie Ansorg eine stabile Seitenlage. „Das war fehlerfrei, das hast du wirklich gut gemacht“, lobte Stephanie Ansorg den Elfjährigen. Die stabile Seitenlage hat Steffen Schmidt bereits bei der DLRG gelernt. Die verschiedenen Verbandarten brachte Olaf Hackstedt den Kindern bei. „Das Wichtigste ist zu kontrollieren, ob nach dem Anlegen auch noch die Extremitäten durchblutet werden“, sagte der Jugendgruppenleiter. Dies werde mit der Nagelbettprobe überprüft. Nachdem man auf den Fingernagel gedrückt hat, müsse sich nach 0,2 Sekunden wieder die normale Hautfarbe herstellen, so Olaf Hackstedt.
Große Augen machten die Jungen und Mädchen bei einem Blick in den Rettungswagen. Mit einem Pulsoxymeter konnten die Kinder ihren Puls und Sauerstoffsättigung messen lassen. „Gesunde Menschen haben ca. 98 Prozent Sauerstoff im Blut. Bei Rauchern liegt der Wert bei nur 93 Prozent“, erklärte Stephanie Ansorg. Dann wurde Cheyenne McVicker an das EKG angeschlossen. Die Diagnose viel eindeutig aus. „Du bist kerngesund“, verkündete Stephanie Ansorg der Zehnjährigen. Nach dem spannenden Tag bei den Maltesern endete die Ferienpassaktion mit einem gemeinsamen Grillen.
