WILDESHAUSEN - Die Patenschaften mit der Truppe werden fortgesetzt, versprach Duin. Die Eröffnung des Gildefestes wurde für viele zu einem tollen Erlebnis.
Von Stefan Idel
WILDESHAUSEN - „Für die Gilde scheint heute die Sonne.“ Der General der Wildeshauser Schützengilde, Bürgermeister Franz Duin, machte gleich zu Beginn des traditionellen Empfangs der Stadt am Sonntagabend im historischen Rathaus deutlich, was die meisten Gäste dachten. Denn im Gegensatz zum Vorjahr gab es keinen Dauerregen, der den Platz aufweichte. Dennoch verschwieg Duin auch eine schlechte Nachricht nicht: Es schmerze sehr, dass die Bundeswehr ihren Standort in Wildeshausen aufgebe. Umso mehr freue er sich, den Kommandeur des Luftlandeunterstützungsbataillons 272, Oberstleutnant Jürgen Prandtner, begrüßen zu können. Er brachte seine Frau Karin und die Kinder Anja (9) und Björn (7) mit. Duin versicherte, dass die Patenschaften mit der Bundeswehr nicht aufgelöst und am neuen Standort in Zeven fortgesetzt werden sollen.Unter den Gästen im Rathaussaal begrüßten der General mit Ehefrau Elsa sowie Erster Stadtrat Willi Möser, zugleich Chef des Protokolls der Gilde, und seine Frau Astrid 70 Ehrengäste. Unter ihnen der Europa-Abgeordnete Hans-Peter Mayer (CDU) aus Vechta, Landrat Frank Eger, die Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst (FDP) und Holger Ortel (SPD), den Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (CDU), CDU-Kreischef Hans-H. Hubmann sowie Vertreter der Nachbargemeinden und vieler Vereine, Verbände und Institutionen der Kreissstadt.
Auf der Burgwiese zwischen der traditionellen Parade und dem Großen Zapfenstreich erinnerte der General vor rund 5000 Besuchern daran, dass es nicht nur um ein wunderschönes Fest gehe mit vielen Gästen aus nah und fern, sondern auch um die Bewahrung der Werte wie Gemeinschaft und Solidarität. „Es geht darum, was Geschichtsbücher und Reden nicht aufzeigen können, nämlich das unsichtbare Band des Zusammenhaltes unserer Bürgergesellschaft, trotz oder gerade wegen der alltäglichen Gegensätze in unserer Stadt.“ Die Gilde sei „ein beachtliches Kapital“ Wildeshausens. Duin dankte den vielen Ehrenamtlichen und Helfern, die „das Fest der Superlative“ in diesem Jahr auf die Beine stellten.
Oberst Heinrich Nuxoll gab dann pünktlich um 22 Uhr den Startschuss für die große Serenade zu Ehren des Bundeswehr-Standortes Wildeshausen. Der Große Zapfenstreich, gespielt vom Spielmannszug Wildeshausen und dem Musikkorps Wittekind, setzte wieder den feierlichen Schlusspunkt der Festeröffnung. Ein Ehrenzug der Bundeswehr, kommandiert von Leutnant Matthias Ginkel, zwischen Fahnenträgern, Tambouren und Kompanie, zeigte, dass die Armee fest zur Stadt und zur Gilde steht.
