Wildeshausen - Eindeutige Bestätigung für den Vorstand des Kulturkreises Wildeshausen: Werner Stommel (1. Vorsitzender), Horst Strömer (2. Vorsitzender), Gerhard Lange (Schriftführer), Gudrun Michler (Kassenwartin) und – in Abwesenheit – Elisabeth Brons (Kinderkultur) sind am Mittwochabend einstimmig wiedergewählt worden. Der Kulturkreis hatte zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte „Altes Amtshaus“ eingeladen.
In seinem Jahresbericht nahm Stommel Bezug auf die Zahlen aus 2017 und verglich sie mit denen aus den vergangenen zehn Jahren. So besuchten 2017 durchschnittlich 128 Personen die Veranstaltungen des Kulturkreises – diese Zahl liegt über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Mit 45 Abonnements wurden jedoch weniger verkauft als im Jahr zuvor, bedauerte Stommel. Die Mitgliederanzahl erhöhte sich 2017 um vier Personen auf 107.
Der Vorsitzende berichtete zudem über die Vorstandsarbeit, die neben den Sitzungen auch die Programmplanung, Werbung, Betreuung von Veranstaltungen und Künstlern, den Kartenverkauf und das Sponsoring umfasst. Sein Dank galt dabei ausdrücklich dem erweiterten Vorstand, mit dessen Hilfe ein reibungsloser Ablauf erst möglich wäre.
Ernste Worte wählte Stommel angesichts der finanziellen Situation des Kulturkreises. Hier stünden steigende Ausgaben für die Veranstaltungen, vor allem bezüglich der Künstlerhonorare, den seit Jahren gleichbleibenden städtischen Zuschüssen gegenüber. Daraus resultierten steigende Eintrittspreise, erklärte Stommel. Er zeigte sich aber unzufrieden mit dem finanziellen Status quo – zumal das Stadtbudget in den vergangenen zehn Jahren deutlich € angewachsen sei. „Wie viel Kultur will sich die Stadt leisten?“, fragte Stommel, der die Zukunft des Kulturkreises ernsthaft gefährdet sieht. Der Vorstand habe deshalb im Februar das Gespräch mit der Stadt gesucht, welches konstruktiv verlaufen sei. Stommel hofft, dass dies Früchte tragen wird. Der Kulturkreis werde aber nicht locker lassen, versprach der Vorsitzende.
Auch einen Ausblick auf das geplante Programm des Kulturkreises gab es. Dieses umfasst unter anderem Auftritte der Bremer Shakespeare Company, des Pianisten Alexandre Tharaud und des Mandelring-Quartetts sowie fünf Veranstaltungen der Kinderkultur. Allgemein sei eine geringere Anzahl an Veranstaltungen als in den Vorjahren zu verzeichnen, was auf die stagnierenden Zuschüsse der Stadt zurückzuführen sei. Einbußen in Bezug auf die Qualität des Angebotes seien allerdings nicht zu befürchten, betonte der Vorstand.
