WILDESHAUSEN - Schweren Herzens trennte sich Paul Cardenäo am Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung der Kyffhäuserkameradschaft Wildeshausen in der Gaststätte Sander vom Amt des 1. Vorsitzenden. „Die 16 Jahre als Vorsitzender möchte ich nicht missen. Aber die Umstände verlangen, dass ich mich mehr um die Familie kümmern muss“, erklärte der scheidende Vereinschef.

Da Cardenäo sein Amt ein Jahr vor Ablauf seiner dreijährigen Wahlperiode niederlegte, wurde zunächst nur nach einem kommissarischen Nachfolger gesucht. Neu besetzt wurde die Position mit Helmut Quathamer, der zusätzlich im erweiterten Vorstand als Schießsportleiter tätig ist. Bei der turnusgemäß anstehenden Wahl des 2. Vorsitzenden verzichtete Amtsinhaber Josef Kramer auf eine erneute Kandidatur. Rudolf Gajdzinski erklärte sich bereit, diese Funktion wahrzunehmen und wurde einstimmig gewählt. Gleichzeitig übernahm er das Amt des Fahnenträgers. Als Schatzmeister wurde Hans-Jürgen Moos im Amt bestätigt.

Paul Cardenäo erhielt zum Abschied noch die Ehrennadel des Verbandes für eine 15-jährige Vorstandsarbeit. Der neue Vorsitzende Quathamer wurde mit dem Kyffhäuser-Verdienstkreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Eine Treueurkunde für eine 25-jährige Mitgliedschaft nahm persönlich nur Hermann Seebold in Empfang. In Abwesenheit würdigte der Vorstand, dass Oswald Weber und Heinrich Westphale seit 40 Jahren und Cord Bahrs, Ulrich Diekmann, Werner Kieselhorst und Horst Zimmermann seit 25 Jahren dabei sind.

Aktuell hat die Kyffhäuserkameradschaft Wildeshausen 82 Mitglieder, von denen 28 an der Jahreshauptversammlung teilnahmen. Die Kameradinnen und Kameraden treffen sich regelmäßig auf dem Schießstand in Bühren zum Schießen und pflegen ein geselliges Miteinander.