WILDESHAUSEN -

Die FDP wählte einen neuen Kreisvorstand. Viele neue Gesichter sind dazwischen und eine neue Vorsitzende.

WILDESHAUSEN/ROH - Das kommende Jahr hat es in sich: Kommunalwahlen und Bundestagswahlen stehen an. „Da heißt es ab sofort 24 Stunden am Tag die Ärmel hoch zu krempeln, um Rot/Grün in Berlin abzulösen“, gab sich Monika Grashorn kämpferisch. Sie schien damit am vergangenen Donnerstagabend beim FDP-Kreisparteitag die Stimmung der über 100 Liberalen im Saal bei Gut Altona zu treffen. Mit 57 Stimmen wurde sie für die kommenden zwei Jahre zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt und löste damit die FDP-Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst ab, die sich nicht mehr zur Wahl stellte. Nils-Christian Heins unterlag.

„Wir müssen die Talfahrt Deutschlands beenden“, forderte Grashorn mehr Einfluss der Liberalen in der Bundespolitik. „Die Landtagswahlen in Niedersachsen haben gezeigt, dass wir Mehrheiten kippen können“, zeigte sie sich durchaus optimistisch für 2006.

Bei der anschließenden Stellvertreterwahl wurden der Landtagsabgeordnete Christian Dürr (Ganderkesee), sowie Dagmar Krüger-Schönbrodt (Wildeshausen), Anke Schröder (Heide) und der Kreistagsabgeordnete Peter Clausen (Großenkneten) von der Versammlung gewählt. Von den abgegebenen 106 Stimmen fielen 84 auf Dürr, 80 auf Clausen, 71 auf Schröder und 63 Stimmen auf Krüger, bei neun Nein-Stimmen und elf Enthaltungen.

Norman Ranke aus Bookholzberg nimmt erneut die Position des Kreisschatzmeisters ein. Er wurde von 96 abgegebenen Stimmen mit 86 Ja-Stimmen wiedergewählt. Seine Stellvertreterin Annett Bode wurde ebenfalls im Amt bestätigt.

Als Kreisgeschäftsführerin wird zukünftig Doris Debeler tätig sein, die bei 96 abgegebenen Stimmen 76 auf sich vereinen konnte, bei zehn Gegenstimmen und zehn Enthaltungen. Sie wird vertreten von Dr. Jürgen Becker (Huntlosen). Zudem stand die Wahl des Pressesprechers auf der Tagesordnung: Eckhard Philipp wurde mit 75 Stimmen in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist Frank Ummen (Wardenburg). Rechnungsprüfer sind Rolf Jessen und Erwin Kohlwey. Konrad Lübbe und Norbert Koch wurden als Stellvertreter bestimmt. Zwischen den einzelnen Wahlgängen standen Berichte der Bundestagsabgeordneten Brunkhorst sowie des Landtagsabgeordneten Dürr über ihre Tätigkeiten in den Parlamenten an. Weitere Themen, die während des Parteitags diskutiert wurden, waren die Zusammenlegung der Leitstellen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sowie die geplante Einrichtung von Stromtrassen, gegen die sich die FDP aussprach.