WILDESHAUSEN - Horst Dietz wurde als Vorsitzender bestätigt. Die Zusammenarbeit mit CDU und Mittendrin sei „alternativlos“.
Von Stefan Idel
WILDESHAUSEN - Die Wildeshauser FDP wird ohne eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 10. September antreten. Das erklärte Ortsverbandsvorsitzender Horst Dietz am Rande der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in der Gaststätte Peter Sander. Die bisherigen Bewerber um das Amt, Dr. Kian Shahidi (parteilos) und Willi Möser (CDU), werden sich in Veranstaltungen am 14. sowie am 21. März den Liberalen vorstellen. Sollte es weitere Bewerber geben, werde die FDP auch mit ihnen Gespräche führen. Erst anschließend könne es eine Empfehlung geben.Einstimmig wurde Dietz in seinem Amt als FDP-Ortsverbandsvorsitzender bestätigt. Unter der Regie von Wahlleiterin Hanna Brengelmann bestätigten die Mitglieder Dorothea Debbeler als Stellvertreterin. Das Amt der Geschäftsführerin hat Dagmar Krüger-Schönbrodt (8 Ja-, 2 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen) inne; Schatzmeister bleibt Reiner Alberts. Mit Claudia Grätschus und Agnieschka Otremba hat der FDP-Ortsverein künftig zwei Pressesprecherinnen. Als Rechnungsprüfer stellten sich Jürgen Meyer und Georg Behrens zur Verfügung. Nach Angaben von Schatzmeister Alberts hat die Partei im vergangenen Jahr rund 3500 Euro ausgegeben. Dem stünden Einnahmen von 4075 Euro gegenüber. Die Partei hat in Wildeshausen gegenwärtig 31 Mitglieder.
Dietz hob in seinem Rechenschaftsbericht vor allem das gute Abschneiden bei der Bundestagswahl hervor. Die FDP konnte in Wildeshausen ihr Ergebnis auf 12,7 Prozent steigern – ein Zugewinn von 3,6 Punkten gegenüber 2002. Zugleich dankte er der FDP-Kreisvorsitzenden Monika Grashorn (Hatten) sowie dem Landtagsabgeordneten Christian Dürr (Ganderkesee) für ihre Unterstützung.
Für die FDP-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat lobte Hergen Stolle die Gruppenzusammenarbeit mit CDU und Mittendrin. Sie habe sich als „alternativlos“ bestätigt. Zugleich kritisierte er Planungen, die Kreuzung in Gut Altona mit einer Beleuchtung auszustatten sowie eine Toilettenanlage an der Konzertmuschel auf der Burgwiese zu installieren. Hier sei einigen Ratsmitgliedern das Augenmaß abhanden gekommen, bemerkte Stolle. Er sieht das Geld in der Ausstattung von Schulen oder Kindergärten besser angelegt.
Als „Einschnitt in das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinde“ wertet die FDP die Genehmigung einer „Wellness-Apotheke“ am Westring durch den Landkreis. Dieser habe gegen den Willen des Rates entschieden und ein „falsches Signal“ gesetzt.
