WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/JKU - Mehr als 60 Jahre liegt das Ende des Zweiten Weltkrieges jetzt zurück. Doch noch immer werden die Leichen gefallener Soldaten geborgen, anhand ihrer metallenen Erkennungsmarke identifiziert und auf Soldatenfriedhöfen bestattet. Mehr als 800 Kriegsgräberstätten werden inzwischen vom Volksbund gepflegt.

Dafür sammelt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Geld, auch in Wildeshausen. In der Woche nach dem Volkstrauertag, 13. November, werden Soldaten der Bundeswehr aus der Wildeshauser Wittekind-Kaserne unterwegs sein, um auf den Straßen und an den Haustüren der Stadt Spenden für die Pflege der Kriegsgräber zu sammeln.

Nicht nur die Soldaten sammeln Spenden. Am Sonnabendvormittag werden Bürgermeister Franz Duin und Landrat Frank Eger in der Wildeshauser Innenstadt die Spendebüchse in die Hand nehmen und vor allem Geschäftsleute ansprechen.

Am Volkstrauertag am kommenden Sonntag lädt der Volksbund zu einer Gedenkstunde mit Kranzniederlegung in der Wildeshauser Friedhofskapelle ein, die um 11.15 Uhr beginnt. Das Musikkorps Wittekind und der Männergesangverein Euphonia sind mit dabei. Die Totenehrung nimmt Ulrich Eggert, Vorsitzender des Ortsverbandes Wildeshausen des Volksbundes vor. Gisela Ahlers spricht Worte der Besinnung.

Eine weitere Gedenkveranstaltung, die jedoch vom Blasorchester Wildeshausen musikalisch untermalt wird, findet am gleichen Tag ab 15 Uhr am Ehrenmal in Düngstrup statt. Dort sprechen ebenfalls Gisela Ahlers und Ulrich Eggert.

„Wir sollten uns nicht scheuen, uns mit einem schmerzlichen und schwierigen Abschnitt der Geschichte auseinander zu setzen“, meint Eggert, „aus der Erinnerung müssen wir die Kraft schöpfen, dafür zu sorgen, dass sich etwas ähnliches nie wiederholt“.