Wildeshausen - Die Schadstoffuntersuchung in der Wildeshauser Hunteschule beschäftigt die Politik. CDW-Ratsherr Jens-Peter Hennken stellt jetzt eine kritische Anfrage an die Stadtverwaltung zur diesbezüglichen Auftragsvergabe an das Bremer Umweltinstitut.
Er möchte wissen, auf welche Schadstoffe konkret die Liegenschaft untersucht wird, wie die Untersuchungen des Mauerwerkes, der Verkleidungen, der Fußböden und der Fundamente konkret durchgeführt werden und welche Methoden zum Einsatz kommen.
Weiter fragt Hennken, ob die Verwaltung vorsieht, das Ergebnis der Untersuchung in einer öffentlichen Sitzung der Politik vorzustellen, und wer haftet, wenn – entgegen eines vorliegenden Ergebnisses, dass die Hunteschule schadstofffrei ist – im Rahmen der Umbauarbeiten doch noch Schadstoffe gefunden werden, die dann kostenaufwendig entsorgt werden müssen.
Hennken hatte sich in der Vergangenheit über Monate für eine Schadstoffuntersuchung der Hunteschule eingesetzt. Gemäß denkbar knappen politischen Beschlüssen soll die Förderschule vom Landkreis an die Stadt rückübertragen werden. In das Gebäude soll die katholische St.-Peter-Grundschule einziehen. Die Hunteschule soll im Gegenzug in die St.-Peter-Schule wechseln.
Angesichts der bisherigen Berichterstattung hat Hennken den Eindruck, dass der Auftrag zur Schadstoffuntersuchung nicht in der gebotenen Tiefe erteilt worden sein könnte. „Ich habe meine Zweifel, dass ,Raumluftmessungen und Wischproben’ ausreichend sind, eventuell vorhandene Belastungen des Gebäudes tatsächlich zu erkennen“, gibt der CDW-Ratsherr zu bedenken.
Da umfangreiche Umbau- bzw. Sanierungsarbeiten geplant seien, sei es erforderlich, sich auch mit der Untersuchung sämtlicher Bauteile/Verkleidungen zu beschäftigen.
Hennken verweist in diesem Zusammenhang „auf die abgeschlossenen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der St.-Peter-Schule/Holbeinschule in den Sommerferien 2018, bei denen – für alle Beteiligten völlig überraschend – Asbest im Bodenbelag gefunden wurde“.
„Die Gesundheit der Menschen, die in der Hunteschule arbeiten und lernen werden, sollte uns die größtmögliche Sorgfalt wert sein“, so der CDW-Ratsherr abschließend. Um Antworten bittet Jens-Peter Hennken im öffentlichen Teil der Ratssitzung am 28. Februar.
