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Tourismus Standort Wildeshausen bürgt für Qualität

WILDESHAUSEN - Das rote Schild mit dem großen „i“ hängt erst seit wenigen Stunden am Rathaus. Die Idee mit der Metallhalterung hatte eine heimische Werbeagentur, sagt Claudia Olberding vom Verkehrsverein Wildeshausen. Im Rosenbeet vor dem historischen Gebäude durfte das Schild nicht aufgestellt werden. Es ist nicht nur ein deutlicher Hinweis für Touristen, die sich im Verkehrsbüro so manchen Tipp holen wollen. Die „i-Marke“ des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) sowie das Qualitätssiegel „Q“ des Tourismus-Marketing Niedersachsen stehen für Service-Qualität.

Beide Zertifizierungen sind Voraussetzung für die erneute Anerkennung Wildeshausens als Luftkurort. Seit Monaten arbeiten Stadtverwaltung und Verkehrsverein daran, alle Bescheinigungen zusammen zu bekommen (die

NWZ

  berichtete). In der vergangenen Woche waren Mitarbeiter der Regierungsvertretung Oldenburg in der Kreisstadt, um letzte Details abzuklären. „Wir haben einen dicken Ordner übergeben“, erläutert Michael Krüger aus dem Stadthaus. Ein Gremium aus unabhängigen Fachleuten, der so genannte „Ständige Ausschuss“ (siehe Kasten), überprüft im Herbst, ob die Voraussetzungen für die Anerkennung erfüllt sind. In der Region Weser-Ems gab es bis zur Neuregelung 2008 sieben anerkannte Luftkurorte, erläutert Jeanette Bergner von der Regierungsvertretung. Zwei von ihnen – Schledehausen (Kreis Osnabrück) und Werdum (Kreis Wittmund) – hätten bereits wieder das begehrte Prädikat erhalten.

Der Weg zur Anerkennung ist lang: Entsprechend einer „Checkliste“ müssen Angaben zum Ort, zu klimatischen und hygienischen Voraussetzungen, zu Unterkunftsmöglichkeiten, medizinischen Bedingungen und Kureinrichtungen gemacht werden. Insgesamt 26 Seiten umfasst der Katalog der Fragen, so Krüger. Hinzu kommen die Luftmessungen, die der Deutsche Wetterdienst ausgewertet hat, sowie das heilklimatische Gut­achten, ausgeführt von Prof. Dr. med. Axel Gehrke vom Institut für Balneologie und medizinische Klimatologie in Hannover. Krüger: „In allen Gutachten sind die Werte erstklassig.“ Alle Wanderwege wurden aufgelistet; schon bald sind mehr als 50 Prozent der Hotelbetten zertifiziert. „Die Hotels ziehen gut mit“, erklärt Krüger. Das „Hotel Huntetal“ verfüge bereits über die nötigen drei Sterne; beim Landhaus Thurm-Meyer sei die Bewertung lediglich noch Formsache.

So warten die Verantwortlichen in der Kreisstadt mit einem guten Gefühl im Bauch auf die Entscheidung der Kommission. Jeanette Bergner von der Regierungsvertretung kann dem Ergebnis zwar nicht vorgreifen. „Aber wir wissen doch, wie sorgfältig die Wildeshauser arbeiten.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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