Wildeshausen - Damit die Spielfläche für offizielle Wettbewerbe geeignet ist, kann der Wildeshauser Pétanque-Club „Wilde Boule“ voraussichtlich im Herbst seine Anlage im Krandel umbauen. Grünes Licht für das Projekt gab am Donnerstag der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur. Das letzte Wort hat am 12. März der Verwaltungsausschuss der Stadt.
Das jetzige Spielfeld will der Verein nach den Worten seines 2. Vorsitzenden Hans-Georg Kolloge um fünf Meter auf 58 Meter verlängern. Die Breite beträgt künftig 11,5 Meter. Grundsätzlich spricht aus Sicht der Politik nichts gegen die Pläne des Vereins. Es gab eine Absprache mit der Schützengilde; entlang der Krandelzufahrt soll eine Hecke gepflanzt werden. Die Baukosten konnte Kolloge nicht genau beziffern; vermutlich 20 000 Euro. Die Stadt will maximal einen Zuschuss von 11 500 Euro gewähren.
Kontrovers diskutiert wurde allein der Standort eines Containers, den der Verein für Gerätschaften benötigt. „Der passt nicht ins Landschaftsbild“, sagte Jens-Peter Hennken (CDW). Er regte an, den Standort nach einem Jahr zu überprüfen. Günter Lübke (CDU) sprach von einem „marginalen Eingriff in die Natur“. Bürgermeister Jens Kuraschinski wies darauf hin, dass der Container begrünt werde.
Geld für Grün-Weiß
Einstimmig empfahl der Ausschuss, dem Sportverein Grün-Weiß Kleinenkneten einen jährlichen Zuschuss für die Pflege seiner Anlage sowie die Kosten für Gas, Wasser und Strom zu gewähren. Der Verein selbst hatte eine Summe von 27 000 Euro beantragt. Die Stadt will die Betriebskosten, je nach Verwendungsnachweis, rückwirkend fürs abgelaufene Jahr erstatten. Kämmerer Thomas Eilers wies darauf hin, dass andere Vereine die städtischen Anlagen kostenlos nutzen dürfen. Die Anlage von GW Kleinenkneten, die im Vorjahr für rund 850 000 Euro modernisiert wurde, soll künftig für besondere Veranstaltungen – etwa einen Jugendfeuerwehrtag – zur Verfügung stehen.
Woldemar Schilberg (SPD) lobte die Jugendarbeit des Vereins. Auch Jens-Peter Hennken (CDW) meinte, GW Kleinenkneten habe die Unterstützung „mehr als verdient“. Rainer Kolloge (UWG) meinte, die Vielzahl der Anträge auf Kostenerstattung mache nachdenklich. Es könne nicht sein, dass viele Vereine künftig „am Tropf der Stadt“ hingen. Und Günter Lübke (CDU) wies darauf hin, dass die Aufstellung des Vereins, die unter anderem Ausgaben für Trainer oder Lehrgänge enthielt, „keine fundierte Grundlage“ für eine Entscheidung sei. Das letzte Wort in dieser Sache hat der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. März.
