WILDESHAUSEN - „Ich hab’ zwar eine Kaffeemaschine, aber die geht bestimmt mal irgendwann kaputt“, sagt Ortrud Siemers lachend und klemmt sich ihr nagelneues Zweitexemplar in blauem Design unter den Arm. Für 16 Euro hatte die Wildeshauserin vor dem Stadthaus eines von zehn bunten Paketen ersteigert, ohne vorher zu wissen, was sich darin befindet. Mit dieser Auktion wollte die Interessengemeinschaft Wildeshauser Weihnachtsmarkt erstmals am späten Sonntagnachmittag viele Besucher anlocken und dabei zugleich etwas für die gute Sache tun. Denn egal, ob die Mitmachenden am Ende einen Eierkocher, einen MP3-Player oder ein 63-teiliges Service in den Händen hielten, der Erlös, der am Schluss 262 Euro betrug, kam dem Malteser Hilfsdienst Wildeshausen zugute. Vier seiner Vertreter nahmen das Geld direkt im Anschluss entgegen.
Stadtmitarbeiter Michael Krüger hatte als launiger Auktionator versucht, den Zuschauern möglichst viele Euros für die zehn neuwertigen Überraschungsartikel aus den Taschen zu locken. Die Bieterfreude erwies jedoch sich als verhalten. „Wir hatten uns 400 bis 450 Euro erhofft“, sagte Klaus Wachtmeester von der IG Wildeshauser Weihnachtsmarkt, die die zehn Pakete gestiftet hatte, etwas enttäuscht. Den höchsten Einzelerlös erzielte ein Fernseher, der für 71 Euro unter den Hammer kam.
Die Weihnachtsmarkt-Organisatoren hoffen nun, dass bei der zweiten Versteigerung am Sonntag, 23. Dezember, ab 16 Uhr vorm Stadthaus die Resonanz größer ausfällt und das Geld noch etwas lockerer sitzt. Denn dann geht der Versteigerungserlös an den „Kulturtreff“ beim Kreisaltenheim.
