Wildeshausen - Die Straßen Ginsterweg, Weißdornweg, Holunderweg und Rotdornweg sind alle nach schönen Pflanzen benannt, doch genau dort wachsen zu Zeit eher die Pflanzen, die man als Unkraut klassifiziert: Wildeshausen wächst zu. Repräsentativstes Beispiel: An der Ecke Welgenhöhe/Ginsterweg. „Man kann kaum mehr entlang gehen, ohne dass das Grünzeug die Beine berührt. auch die Straße ist schon meterweit zugewachsen. Warum wird an dieser Ecke nichts gemacht“, fragt sich eine Anwohnerin. In den Nachbarstraßen herrscht ein ähnliches Bild: Unkraut wächst zwischen den Pflastersteinen empor, und mehrere Sträucher ragen mit einzelnen Ästen auf die Straße.
Etwas weiter südlich wird es gerade für Radfahrer und Fußgänger gefährlich. Auf der Brücke über den Wanderweg „Kuhtrade“ ragen die Äste weit auf den Radweg. Wer größer ist als 1,50 Meter oder auf dem Sattel eines Fahrrad sitzt, muss sich entweder ducken oder auf die Straße ausweichen. „Das Wachstum von Sträuchern ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Viele Faktoren, wie Feuchtigkeit und Sonne, spielen hierbei ein Rolle. Doch es pendelt sich immer ein“, weiß Landschaftsarchitektin Annegret Schütt.
Wie weit diese Pflanzenstreifen wachsen dürfen, regeln genaue Vorgaben der Stadt. Im Handbuch der Stadt steht: „Die Reinigungspflicht der Stadt umfasst die Fahrbahnen aller öffentlichen Straßen, Wege und Plätze“. Für Privatpersonen und ihre Gärten gelten ähnliche Vorgaben: „Anpflanzungen aller Art sind so im Schnitt zu halten, dass der Luftraum über dem Geh-/Radweg bis zur Höhe von 2,50 Meter und über der Fahrbahn bis zu 4,50 Meter frei bleibt. Ebenso ist darauf zu achten, dass Verkehrsschilder und Straßenbeleuchtung durch die Anpflanzungen nicht verdeckt werden“, heißt es auf Internetseite der Stadt. Eine Stellungnahme seitens der Stadtverwaltung gab es am Dienstag nicht.
