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Er galt schon seit Jahren als Kronprinz, und in seiner Partei ist er kaum umstritten: Wilhelm Molterer (51), der auf einem sorgfältig arrangierten Parteitag in Salzburg zum 13. Chef der konservativen österreichischen Volkspartei (ÖVP) gewählt wurde, ist ein politisches Multitalent. Nach der Wahlniederlage vom Oktober 2006 soll er jetzt die ÖVP wieder an die politische Spitze in der Alpenrepublik zurückführen. „Pater Willi“, wie der gelernte Landwirt wegen seines oft predigerhaften Redestils genannt wird, hatte im Laufe seiner Karriere fast alle wichtigen Funktionen in der Volkspartei inne. Er war Minister, ÖVP-Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender, bevor er im Januar Vizekanzler und Finanzminister in der ungeliebten Großen Koalition mit den Sozialdemokraten wurde.
Das Amt des Parteivorsitzenden übernahm er im Januar kommissarisch von Wolfgang Schüssel.
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