Der Corona-Lockdown hat gezeigt, dass es mit dem ständigen Zusammensein laut Studie des Deutschen Jungendinstitutes den meisten (78 Prozent) Familien gut gegangen ist. Wenn man gleichzeitig beachtet, dass es viele Gründe gegen die ganztätige Betreuung und Beschulung der Kinder gibt, stellt sich die Frage, warum man nicht nach Corona eine neues Familienleben mit mehr Zeit besonders für die kleinen Kinder ermöglichen kann. Denn auch das Homeoffice war für viele eine zuträgliche Einrichtung, offensichtlich auch gut mit den Kindern zu bewerkstelligen. Presseberichte versuchten ein anderes Bild zu vermitteln. Offensichtlich kann man glauben, dass die meisten Familien heute etwas anderes brauchen als das, was die Politik vorgegeben hat mit ihrem Bestreben, möglichst viele Kinder von der Familie weg in die Institutionen zu stecken?
Gründe für ein anderes Familienleben sind folgende: Kinder unter zwei Jahre sind von ihrer Entwicklung her nicht für eine Fremd- und Gruppenbetreuung geeignet. Kindergartenkinder sind aus dem gleichen Grund nicht für eine Ganztagsbetreuung geeignet, weil sie für eine gute Entwicklung noch viel freie Zeit in der Familie benötigen. Grundschulkinder brauchen mehr selbstbestimmte Zeit, als die Ganztagsbeschulung zulässt. Stress in Familien mit voll berufstätigen Eltern schadet allen. Die Ernährung der Kinder wäre besser. Kinder hätten mehr Bewegung und wären weniger krank.
Dabei sprechen alle Studien für eine solche Änderung, egal ob es um die Risiken der frühen Krippenbetreuung geht, ob es um fehlende Bewegung geht, ob es um die überwiegend falsche Ernährung durch die Großküchenversorgung geht oder um die keineswegs bessere Bildung durch lange Betreuungszeiten.
