Landkreis - Der Klimaschutz wird ein Mega-Thema für den Landkreis Oldenburg. Einstimmig beschloss der Kreistag, beim Bundesumweltministerium den Antrag auf Förderung eines Klimaschutz-Konzepts auf den Weg zu bringen. Unterstützung dazu komme aus allen Gemeinden, teilte Landrat Frank Eger am Dienstagabend mit. Allerdings bringen sich Ganderkesee und Dötlingen nicht mit je 5000 Euro ein, da sie bereits ein eigenes Programm angestoßen haben.
Nach Ansicht von Grünen-Fraktionsvize Eduard Hüsers wird das Konzept den Landkreis in vielfältiger Hinsicht positiv beflügeln. Er riet, alle Bürger mitzunehmen. Auch wenn die Bürgerbeteiligung mehr Energie koste, schlummerten hier große Potenziale. Hüsers hofft auf ein „neues Wir-Gefühl im Landkreis“ durch das Konzept. „Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an“, setzt Christa Plate (CDU) auf dezentrale Projekte. Sie lobte die Vorarbeit von Studenten der Uni Oldenburg unter der Regie von Professor Niko Paech; dabei wurden auch Möglichkeiten zur Erschließung eines großen regionalen Wertschöpfungspotenziales herausgestellt (die NWZ berichtete).
Das Klimaschutzkonzept soll insgesamt 215 000 Euro kosten; davon trägt 100 000 Euro der Landkreis. Eger rechnet mit dem Bescheid aus Berlin im Spätsommer. Dann bleibe ein Jahr Zeit, das Konzept zu erarbeiten.
Einig war sich der Kreistag auch bei der Förderung der Kindertagespflege. Für die Ausstattung einer Kindertagespflegestelle kann die Pflegeperson künftig bei Aufnahme eines Kindes einen Zuschuss von einmalig 100 Euro erhalten. Die beantragten Ausstattungsgegenstände sollen einen Neuwert von 30 Euro nicht unterschreiten. Wird die Tagespflege innerhalb von vier Jahren aufgegeben, ist der Zuschuss anteilig zurückzuzahlen. Es sei wichtig, dass auch die Tagespflegepersonen eine entsprechende Anerkennung erfahren, betonte Ralf Spille (CDU). Er geht von Mehrkosten in Höhe von rund 6500 Euro für den Landkreis aus.
Auch mit Personalien hatte sich der Kreistag zu befassen: Stephan Nienaber, Revierleiter der Revierförsterei Oldenburg, wird rückwirkend zum 1. Januar zum Waldbrandbeauftragten bestellt. Zum neuen Rechnungsprüfer im Rechnungsprüfungsamt wurde Dirk Reinke berufen.
