Wittmund/Friesland - Das Richthofen-Geschwader Wittmund wird bis zum Jahresende rund 3100 Flugstunden mit dem Eurofighter absolviert haben. Das berichtete Oberstleutnant Gordon Schnitger, stellvertretender Kommodore, jetzt bei der jährlichen Lärmschutzkonferenz mit Vertretern der Nachbarkommunen.

2018 waren die Flieger des Geschwaders 2064 Stunden in der Luft – der Fliegerhorst ist insgesamt für bis zu 5250 Flugstunden ausgelegt. Und dorthin werde man in den kommenden Jahren auch kommen, sagte Schnitger. Die Flüge dienen der Aus- und Weiterbildung der Piloten, aber auch der Schulung und Weiterbildung des Bodenpersonals. Hinzu kommen die Flüge der Alarmrotte, deren Auftrag die ständige Luftraumüberwachung ist.

Genau wie 2018 werden auch in diesem Jahr die Flugstunden nicht komplett am Standort Wittmund geflogen – ein erheblicher Teil entfällt auf den Einsatz Air Policing Baltikum in Estland und während der revisionsbedingten Flugplatzschließung auf den Fliegerhorst Laage. Man sei auch in Zukunft bemüht, Rücksicht zu nehmen und etwa Beerdigungen auch in Jever nicht durch Überflüge zu stören, betonte der stellvertretende Kommodore.

Wie Oberstleutnant Walter Ludwig vom Luftfahrtbundesamt der Bundeswehr in Köln berichtete, haben die Lärmbeschwerden aus der Region zugenommen: Von 19 im Jahr 2016 auf aktuell 33. Das sei im Vergleich zu anderen Regionen eher wenig.

Lärmbeschwerden zum militärischen Flugbetrieb können beim Luftfahrtamt der Bundeswehr abgegeben werden. Das Bürgertelefon ist erreichbar unter der Nummer 0800/86 20 730.