Wittmund/Upjever - Knapp 50 Soldaten des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ sind am Freitagmorgen nach Mali verabschiedet worden: Ab Oktober werden sie dort für vier Monate im Rahmen der UN-Unterstützungsmission „Minusma“ nahe der Stadt Gao im Norden eingesetzt.

Die Aufgabe der Soldaten:

 die Stabilisierung des Staates Mali

 die Unterstützung bei der Wiederherstellung staatlicher Autorität

 Schutz der Menschenrechte

„Das soll den Menschen in Mali ermöglichen, in ihrem Land zu bleiben, dort ein sicheres und menschenwürdiges Leben zu führen, so dass sie nicht gezwungen sind, aus ihrem Land zu flüchten“, sagte Oberst Oliver Walter bei der Kontingentverabschiedung in Wittmund.

Zwar gebe es auch immer Risiken bei dem Einsatz, so Walter: erst vor gut einer Woche gab es in Gao einen indirekten Beschuss beim Camp Castor, wo die Soldaten eingesetzt sind – und das mache zu jeder Zeit bewusst, welche Gefahren lauern.

„Doch Sie sind alle sehr gut ausgebildet, sehr gut vorbereitet und hoch motiviert“, sagte Walter zu den Soldaten. „Ich bin sicher, dass Ihnen die Bewältigung Ihres Auftrags – wie den vorangegangenen Kontingenten auch – mit Bravour gelingen wird.“

Aber auch von den Angehörigen werde viel abverlangt, da sie nun auf sich allein gestellt seien. Deshalb wies Walter auf die Familienbetreuungsstelle hin.

Auch Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers war zur Verabschiedung des Kontingents gekommen. „Es ist bekannt, dass das Objektschutzregiment der Luftwaffe Friesland für die Bürger der Region kein abstrakter Begriff ist“, so Albers. „Dieses Regiment ist durch seine Präsenz und sein vielfältiges Engagement zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in unserer Kommune geworden.“ Deshalb würden alle Mitmenschen, die Freunde, Nachbarn und Kollegen, stets auf die Soldaten schauen, die in den Auslandseinsatz geschickt werden – und oft an sie denken.

Spätestens seit den Terroranschlägen in Europas Metropolen sei den Menschen bewusst, welche Bedeutung die Bekämpfung von Terrorismus habe. Dafür seien die Soldaten bestmöglich ausgebildet. Und doch sei allen sehr bewusst, dass der Einsatz bei aller Professionalität mit Entbehrungen, Risiken und mit einer schmerzhaften Trennung von Familien und Freunden verbunden ist.

Mit einem Schutzengel und den Worten eines altirischen Reisesegens verabschiedete sich auch der evangelische Militärpfarrer Bernhard Jacobi vom Kontingent. „Möge ein Engel vor dir her gehen und dir die Richtung weisen; Möge ein Engel hinter dir stehen, um dir den Rücken zu stärken“, so ein Ausschnitt daraus.

„Kommen Sie gesund an Lein und Seele zurück in die Heimat und zu den Menschen, die auf Sie warten“, betonte Jacobi.