WüSTING - Dass Bahnlärm und die Erschütterungen nicht erst seit der Planung des Jade-Weser-Port Thema in Wüsting sind, darauf weist Hans Sperveslage vom Vorstand „Bürger zum Jade-Weser-Port“ hin. „Schon im September 1999 wurde um Unterstützung durch Bürgermeister Jahnz und den Fraktionsvorsitzenden gebeten“, sagt er. Zusätzlich seien Messungen von Lärm und Erschütterungen gefordert worden. Aus dem Schallimmissionsplan der Gemeinde Hude würden Lärmwerte über 70 dB(A) hervorgehen. Dies sei der Anhaltspunkt für eine notwendige Lärmsanierung.

Zur Verstärkung des Anliegerwillens habe sich deshalb auch die Interessengemeinschaft „Bürger zum Jade-Weser-Port“ entlang der Bahnstrecke Wilhelmshaven-Delmenhorst gegründet, die in Diskussionen mit Bundestagsabgeordneten Lösungsvorschläge erarbeitet.

„Für die Wüstinger Bürger war es ein Schock, dass die Strecke Oldenburg–Hude nicht im Lärmsanierungsprogramm der Deutschen Bahn enthalten war“, sagt Sperveslage. Darauf wurden das Bundesverkehrsministerium und die hiesigen Bundestagsabgeordneten hingewiesen. Die Wüstinger sähen kaum noch eine Chance auf Lärmsanierung, wenn nicht die Gesamtstrecke Wilhelmshaven-Delmenhorst einbezogen wird.